In der Nähe der Teufelsmühle in Loffenau sind am Donnerstnachmittag zwei Gleitschirmflieger abgestürzt. | Foto: Klumpp

Übung bewahrt vor Verletzung

Teufelsmühle in Loffenau: Zwei Gleitschirmflieger abgestürzt

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Im Bereich der Teufelsmühle in Loffenau sind am Donnerstagnachmittag zwei Gleitschirmflieger abgestürzt. Die Flieger sollen vom Wind abgetrieben worden sein und sich dabei berührt haben. Ernsthaft verletzt wurden beide Piloten nicht.

Von unserem Mitarbeiter Daniel Klumpp

Am Donnerstag kam es gegen 16:20 Uhr zu einem Gleitschirmunfall im Bereich der Teufelsmühle in Loffenau. Durch Wind wurden zwei Gleitschirmflieger ins Lee, also der vom Wind abgewandten Seite des Berges, gedrückt. Hierdurch kam es möglicherweise zu einer Berührung der beiden Gleitschirmflieger, wie einer der beiden abgestürzten Piloten, ein Mitglied der Teufelsflieger Loffenau, erläuterte. Aus diesem Grund öffneten beide Piloten, ein 45-jähriger Mann und eine 52-jährige Frau, ihre Notschirme.

Pilotin bleibt im Baum hängen

Solch eine Notsituation und das richtige Verhalten dabei werde regelmäßig geübt, so der Teufelsflieger weiter. Ein Steuern des Gleitschirms mit geöffneten Notschirmen ist allerdings nicht mehr möglich, weswegen der Landeplatz nicht ausgesucht werden kann. Einer der beiden Piloten konnte aber durch Glück im dicht bewachsenen Wald in der Nähe einer Lichtung annähernd auf Bodenhöhe landen. Die andere Pilotin wurde in einen Baum getrieben und blieb auf rund 35 Metern Höhe hängen. Durch Funkgeräte, welche die Teufelsflieger aus Sicherheitsgründen generell dabeihaben, konnten Rettungskräfte alarmiert werden. Die Höhenrettungseinheit Mittelbaden führte anschließend die Rettung der Pilotin durch.

Dank Übung nicht ernsthaft verletzt

Beide Flieger blieben bei dem Unfall nahezu unverletzt. Wohl auch durch das regelmäßige Training solcher Notsituationen, wie der Pilot weiter ausführte. Im Einsatz waren neben 16 Mitgliedern der Höhenrettungseinheit, 20 Kräfte der Feuerwehr Loffenau, elf Mitglieder der Feuerwehr Gernsbach sowie fünf Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und zwei Polizisten.