Viele prominente Künstler sind schon auf der klag-Bühne aufgetreten, so kehrt Bülent Ceylan (hier beim Auftritt 2011) immer wieder gerne nach Gaggenau zurück.
Viele prominente Künstler sind schon auf der klag-Bühne aufgetreten, so kehrt Bülent Ceylan (hier beim Auftritt 2011) immer wieder gerne nach Gaggenau zurück. | Foto: Mandic

Betreibervertrag verlängert

Viel Lob für Gaggenauer Kulturtempel

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Der Gemeinderat Gaggenau hat der Verlängerung der Vereinbarung mit der Rantastic GmbH zur weiteren Nutzung der klag-Bühne für die Dauer von vier Jahren einstimmig zugestimmt. Die Firma Rantastic GmbH (Baden-Baden) erhält für die Durchführung von mindestens 50 Kleinkunstveranstaltungen im Jahr in den Räumen der klag-Bühne Gaggenau einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 55.000 Euro.

Rantastic ist klag-Betreiber seit 2011

Während der Gemeinderatssitzung ging die Leiterin des städtischen Kulturamtes Gaggenau, Heidrun Haendle, zunächst auf die Entwicklung der klag-Bühne ein, die seit 1989 besteht und in den Jahren 2006/2007 umgebaut und vergrößert wurde. Seit dem 1. September 2011 ist die Rantastic GmbH Betreiber der klag-Bühne und erhält hierfür einen städtischen Zuschuss.

Das Unternehmen übernahm im Zuge der Haushaltskonsolidierung der Stadt Gaggenau 2011 die Kleinkunstbühne in der Luisenstraße. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt Gaggenau weiterhin die Bühne für Eigenveranstaltungen mietfrei nutzen kann. Die Bühne steht ferner der Öffentlichkeit und örtlichen Firmen auch für Privatanmietungen zur Verfügung. Mit dem neuen Betriebsmodell konnte die überregional bekannte Kleinkunstbühne erhalten werden.

„Gute Zusammenarbeit“

„Gemeinsam mit dem städtischen Kulturamt wurde die Marke ’Kulturrausch’ fortgeführt und weiterentwickelt“, sagte Haendle. Zu Gast seien auf der klag-Bühne auch prominente Preisträger sowie regionale Bands. Im Herbst starte man ferner eine neue Musikreihe unter dem Motto „Heimspiel“. Die inzwischen sechsjährige Zusammenarbeit mit Rantastic-Geschäftsführer Jens Dietrich und seinem Team hat sich laut Haendle gut entwickelt. In den vergangenen vier Jahren fanden im klag 159 Rantastic-Veranstaltungen sowie 74 Veranstaltungen des städtischen Kulturamtes mit zusammengenommen 26.600 Besuchern statt.

Sonderkündigungsrecht bleibt

Auch die neue Vereinbarung der Stadt Gaggenau mit der Rantastic GmbH wird ein Sonderkündigungsrecht für die Stadt im Falle eines Vertragsverstoßes oder einer Insolvenz beinhalten. Außerdem soll der Stadt das Recht eingeräumt werden, die Vereinbarung nach Ablauf von zwei Jahren außerordentlich zu kündigen, wenn sich die finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt, insbesondere bei den Steuereinnahmen, gegenüber dem Referenzjahr 2018 erheblich verschlechtern sollten.

Großes Lob der Fraktionen

„Wir sind stolz auf unser klag“, sagte bei der Fraktionsrunde Andreas Paul von der CDU. Die klag-Bühne sei weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt, betonte der CDU-Fraktionschef. Zwar sei die Zahl der Veranstaltungen durch die Rantastic GmbH seit dem Jahr 2015 leicht rückläufig „und nicht alle Veranstaltungen waren „Publikumsrenner“, so SPD-Fraktionschef Gerd Pfrommer, „unter dem Strich aber ist die Zusammenarbeit mit Rantastic immer noch stabil und erfolgreich. Durch diese Zusammenarbeit sowie durch das große Engagement des Kulturamtes kann unser kleiner Kulturtempel auch in den nächsten Jahren erfolgreich arbeiten“, sagte Pfrommer.

OB: „Haendle ist Mutter des klag“

Lob für den Rantastic-Chef Jens Dietrich gab es vom FWG-Fraktionsvorsitzenden Ferdinand Hurrle. Eric Peplau von den Grünen sprach von einer langen Tradition. „Das klag gehört zu Gaggenau wie das Waldseebad.“ Dankesworte richtete OB Christof Florus an die Leiterin des städtischen Kulturamtes Heidrun Haendle, die er als „Mutter des klag“ bezeichnete.

von Joachim Kocher