Premiere auf dem Podest: Platz drei für Aust-Audi-Rennfahrer Dennis Marschall (rechts; daneben Teamkollege Patric Niederhauser) in der Junior-Wertung des ADAC GT Masters beim Gastspiel in Zandvoort. | Foto: Gruppe C Photography

ADAC GT Masters Zandvoort

Dennis Marschall sichert sich erstes Podium in den Dünen

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Sekt oder Selters? Für Rennfahrer Dennis Marschall (20) aus Eggenstein im Aust-Audi mit der Startnummer 4 gab es, wenn man so will, beim ADAC GT Masters-Gastspiel in Zandvoort beides: Sekt für Platz drei in der Junior-Wertung (seinem besten Saisonresultat) – und das Wasser kam von oben, denn der Himmel öffnete die Schleusen über dem Dünenkurs in den Niederlanden.

Lauf-Siebter und Dritter in der Junior-Wertung

„Das ist ein tolles Ergebnis. Es war kein einfaches Rennen, weil der Regen alle überrascht hat“, verdeutlicht der 20-jährige vom MSC Weingarten. „Wir sind auf gebrauchten Regenreifen an den Start gegangen. Das hat sich als Fehler herausgestellt. Denn es regnete immer wieder und wir hatten kaum Grip. Als die Strecke zwischendurch trockener wurde, waren wir sofort schneller unterwegs“, so Dennis Marschall.  „Mit einem Kraftakt haben wir es in die Punkte geschafft und können damit zufrieden sein.“

Es war kein einfaches Rennen, weil der Regen alle überrascht hat

So also gab es für den Eggensteiner Nachwuchspiloten auf der ehemaligen Formel-1-Strecke die Champagner-Premiere auf dem Podest. Doch der erste Top-Drei-Platz in der Junior-Wertung (beim achten GT Masters-Einsatz) war nicht der einzige Grund zum Feiern im Lager von Dennis Marschall. Gemeinsam mit seinem Schweizer Teamkollegen Patric Niederhauser  fuhr der BWL-Student im verregneten Sonntagsrennen das beste Lauf-Ergebnis seiner GT Masters-Debütsaison heraus. Das Aust-Motorsport-Duo mit der Startnummer vier überquerte auf Platz acht die Ziellinie, rückte dann aufgrund einer Strafe für einen Konkurrenten sogar noch auf Position sieben vor.

Marschall/Niederhauser im Samstagsrennen Elfter

Im Samstagsrennen hatten Marschall/Niederhauser als Elfter die Punkte noch knapp verpasst. „Leider“, so Marschall, „ist da unsere Boxenstopp-Taktik nicht aufgegangen. Wir sind zu früh reingekommen und es hat zu lange gedauert. Dadurch haben wir mehrere Positionen verloren.“

Mit zehn Punkten liegen Marschall/Niederhauser auf Rang 23 der GT Masters-Gesamtwertung, die von Jules Gounon (Corvette/113 Punkte) vor Daniel Keilwitz (Corvette/80) und Philipp Eng (BMW/69) angeführt wird. In der Juniorwertung ist Marschall Neunter (45 Punkte). Auch hier hat Gounon (141) die Nase vorne. Vor Luca Stolz (Mercedes/107) und Ricky Collard (BMW/92).

Jetzt freut sich Marschall auf den Nürburgring

Als nächstes macht das ADAC GT Masters am kommenden Wochenende (5./6. August) auf dem Nürburgring Station. „Das ist die Strecke, auf der ich mir in dieser Saison am meisten ausrechne. „Wir können zwar keine Testfahrten mehr absolvieren, aber ich kenne den Kurs bereits gut“, freut sich Dennis Marschall auf den Eifel-Trip. „Im Audi Sport TT Cup habe ich dort ein Rennen gewonnen und bin drei Mal Zweiter geworden“.