Die Kleinsteinbacher B-10-Baustelle: Auch 2018 wird dort gebaut werden. | Foto: Müller

B 10-Arbeiten in Pfinztal

Kurze Verschnaufpause

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Das erhoffte Ende der Baustelle am Kleinsteinbacher Kreisel ist zum Ende dieser Woche noch nicht zu erwarten. So war es nach mehreren Verschiebungen zuletzt angekündigt worden. Ursprünglicher Fertigstellungstermin des im Oktober 2016 begonnenen Projekts hätte April sein sollen.

Viele Verzögerungen

Die Verzögerungen hatten weitgehend bautechnische Ursachen, etwa weil bei Grabungen, die mit dem Bagger hätten erledigt werden sollen, wegen vielerlei Leitungen und technischer Einrichtungen im Boden von Hand mit Spaten und Schaufel gearbeitet werden musste. „Ende November sind die Bauarbeiten fertig“, sagte der Pfinztaler Gemeindebaumeister Günter Knobloch jetzt auf Anfrage: „Der Hauptsammler für das Abwasser und die neuen Trinkwasserleitungen liegen. Auf einer Seite der Fahrbahn müssen noch die letzten vier Hausanschlüsse für das Trinkwasser gelegt werden. Dann ist die Baustelle abgeschlossen“, so Knobloch.

Im Februar geht’s weiter

Das war’s dann allerdings noch nicht: Ab Februar beginnen nämlich im Auftrag des Regierungspräsidiums die Straßenbauarbeiten auf der B 10. Und dann gehen die Verkehrsbeeinträchtigungen – wie anderthalb Jahre gehabt – weiter.

Drei Monate Arbeiten

Etwa drei Monate sind für die große Sanierung der Fahrbahn auf dem etwa 400 Meter langen Abschnitt der Bundesstraße angesetzt: Februar bis April 2018, so Knobloch. Die Fahrbahn erhalte drei neue Schichten aus Bitumenmaterial: die Tragschicht, die Binderschicht und darüber die Asphaltverschleißdecke. Parallel zu den Straßenarbeiten führt die Firma auch die Erneuerung des Gehwegs auf der Seite der evangelischen Kirche aus. Die gegenüberliegende Seite wurde laut Gemeindebaumeister bereits in der Regie der Gemeinde saniert.

Gemeinde baut neue Wasserleitungen

Zwei von drei Monaten, Februar und März, in denen dort gearbeitet wird, können die Fahrzeuge wechselseitig per Ampelsteuerung an der Baustelle vorbeifahren. Im April wird dann eine Vollsperrung eingerichtet, für die es eine entsprechende Umfahrung geben wird.
In der Pfinztaler Einwohnerversammlung im Oktober hatte Günter Knobloch über das Straßenbauvorhaben informiert, in das die Gemeinde 1,1 Millionen Euro investiert, um neue Kanäle zu verlegen und einen Ersatz für die über 100 Jahre alte Wasserleitung zu schaffen.

Tagesschnitt von 12 600 Autos

Mit massiven Einschränkungen für den Verkehr habe man von vornherein rechnen müssen, merkte Knobloch dabei unter anderem an: Der durchschnittliche Verkehr auf der Baustrecke liege bei 12 600 Fahrzeugen am Tag – ohne Umleitungsverkehr von der Autobahn.
In gut zwei Wochen wird es ja endlich wieder normal. Zumindest vorübergehend, sozusagen als Verschnaufpause für die Pendler. Denn nach der Winterpause beginnt im Februar eine durchaus vergleichbare Situation.