Dammbau XXX Dett bis Egg Leo

Rheindamm XXX

Dammscharte sorgt für Verzögerung

Über 17 Kilometer spannt sich der Rheindamm XXX zwischen Rußheim und Pfinzentlastungskanal in Eggenstein-Leopoldshafen. Für 30 Millionen Euro wird er in Regie des Regierungspräsidiums auf den Stand heutiger Technik gebracht und für ein 200-jährliches Hochwasserereignis aufgerüstet.
Vor sieben Jahre startete die Sanierung in Rußheim. Dass man nun bereits einen Großteil geschafft hat, war damals nicht vorhersehbar. Die nahtlos fließenden Landesmittel mit vorzeitiger Restfinanzierung ermöglichten einen zügigen Ablauf und recht verlässlichen Zeitplan. Dass sich der Abschluss des Projekts jetzt doch verschieben wird, liegt punktuell an der Dammscharte an der Zufahrt zur Rheinfähre bei Leopoldshafen.

Überfahrtskuppe erfordert Änderungsantrag

Alle Scharten sollten geschlossen werden. Nur beim „Pirat“ in Leopoldshafen sei dies nicht möglich gewesen, berichtet Barbara Lampert. Wie die Zuständige im Regierungspräsidium für den Dammbau erläutert, haben sich die verkehrsrechtlichen Anforderungen für die Schließung der Dammscharte vor der Rheinfähre mit Anlage einer Überfahrtskuppe geändert. Ein Änderungsantrag sei nötig geworden, so Lampert. Das Verfahren sei noch im Gang, während die Ausschreibung der Arbeiten jedoch erstellt werde.
Sobald die Genehmigung vorliege, rechne man mit maximal eineinhalb Jahren für die Vergabe und den Bau. Sie gehe somit davon aus, dass Mitte bis Ende 2019 das gesamte Ertüchtigungsprojekt abgeschlossen sei.

In Hochstetten ist Geduld gefragt

Aus Dettenheim sind die Bagger längst abgezogen. In Linkenheim-Hochstetten steht nicht mehr viel an. Der Hochstetter Abschnitt, der bis Oktober 2017 terminiert war, ist noch nicht reif zur Abnahme. Im Gang sind Restarbeiten und Mängelbeseitigungen, die witterungsbedingt wahrscheinlich bis in den April andauern. Die Brücke über den Rheinniederungskanal, die „Franzosenschließ“, die das Regierungspräsidium derzeit neu baut, soll zwischen Juni und August 2018 stehen.

Schleuse wird versetzt

Im Linkenheimer Abschnitt bis knapp an die Reitstegschleuse sind Nacharbeiten inzwischen erledigt. Die Schleuse, die schon auf Nachbargemarkung liegt, wird an die Radrennbahn in Linkenheim-Hochstetten versetzt. Dafür engagiert sich der dortige Verein „Heimathaus Zehntscheuer“, der sie im Frühherbst 2017 abgetragen hatte.

Weg sorgt für Unklarheiten

Dies geschah zeitgleich mit dem Beginn der bis September konzipierten Arbeiten am weiteren Abschnitt hin zur Fähre. In den drei folgenden, zusammen vergebenen Sektoren gibt es noch Unklarheiten zum Unterhaltungsweg und zu infrastrukturellen Erweiterungen. Barbara Lamprecht schätzt, dass der Abschluss dort spätestens im Frühjahr 2019, abhängig von der Genehmigungsbehörde eventuell auch schon im Herbst 2018 erfolgt.

Im Leopoldshafener Abschnitt, der am südöstlichen Ausläufer des Alten Hafens nach Westen abzweigt, werden gerade Spundwände eingezogen. Ein Bunker wurde bereits abgetragen. Vollendet werden soll der kleine Sektor möglichst noch im Herbst, das letzte Stück östlich am Pfinzentlastungskanal bis November.
Der dazwischen liegende Sektor mit lange zentraler Baustelle am Hundesportplatz war vorgezogen und schon vor geraumer Zeit erledigt worden. Insofern wäre damit bis auf die noch zu schließende Scharte an der Fähre das große Werk vollbracht.

von Alexander Werner