Ein Spielezimmer bereicherte erstmals den Antikmarkt im Martinshaus. Michael Pietras und Corina Weizenhöfer (von links) hatten alle Hände voll zu tun. | Foto: Emil Ehrler

Antikmarkt in Berghausen

Der älteste Schrank ist aus dem Jahr 1780

Anzeige

Die in der Region gerührte Werbetrommel hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Der zehnte Antikmarkt im Martinshaus in Berghausen ist ein Publikumsmagnet. In der Einrichtung für Eingliederungshilfe des Badischen Landesvereins für Innere Mission herrscht geschäftiges Treiben. Alles, was zu sehen ist, sind Spenden, darunter auch Haushaltsauflösungen, aus Pfinztal und der Umgebung sowie aus der Fächerstadt, die dem Martinshaus überlassen wurden. In Summe waren dies rund 1 500 Groß- und Kleinteile, bilanziert Einrichtungsleiter Stefan Murr, als er mit seinem Helferteam die Ausstellungsräume vorbereitet.

Festsaal reicht nicht mehr aus

Längst reicht der Festsaal nicht mehr aus, um alles zu präsentieren. Auf dem Flur haben die Abteilungen mit Geschirr, Majolika-Preziosen und Steingut sowie „Omas antike Bettwäsche“ samt Tischzeug ihren Platz. Im Turnsaal finden sich Bilder, Keramik, Lampen, Pendeluhren und vieles mehr als Querschnitt aus mehreren Epochen. Im Festsaal locken Schränke, die ältesten von 1780 und 1850, dazu Sekretäre und eingedeckte Tische, um in Augenschein genommen, bewertet und eventuell gekauft zu werden.

Sammelsurium aus Keller und Speicher

Im neu eingerichteten Spielezimmer verantwortlich ist Corina Weizenhöfer unterstützt von Michael Pietras. Beim Rundumblick zeigen sich Burgen, Eisenbahnen, Holzbaukasten, Kindergeschirr, Puppen, Puppenstuben und viel mehr bis hin zu den 1930er Jahren. Im Innenhof rundet der Stand mit technischem Gerät das Warenangebot als Sammelsurium aus Keller und Speicher ab.

Kasse klingelt für das Martinshaus

Wie gewohnt klingelt dabei die Kasse zugunsten der Martinshausbewohner. Alle Hände voll zu tun haben die zahlreichen Berater und Verkäufer, beginnt doch der Ansturm bereits bei der Eröffnung am Sonntag um 10 Uhr. Einen erklecklichen Beitrag unter dem Motto „Hungern muss keiner“ tragen auch die Cafeteria mit einer reichen Auswahl gespendeter Kuchen sowie die aus der Hausküche servierte Kartoffel-Kürbis-Suppe bei.

2019 macht der Markt Pause

Bekannt gegeben wurde, dass der Antikmarkt im Martinshaus eine einjährige Pause einlegt, um 2020 wieder durchzustarten. Spenden von Haushaltsgegenständen werden aber weiterhin ganzjährig angenommen.

Emil Ehrler

Am Sonntag, 7. Oktober, von 13 Uhr bis 18 Uhr findet ohne Voranmeldung ein großer Nachverkauf zum Antikmarkt in der Karlsruher Straße 37 statt. Gleichzeitig endet auch die Frist für Nachverkäufe über Stefan Murr, der telefonisch unter der Nummer (07 21) 9 46 64 21 erreichbar ist.