Viele Stimmzettel werden in Stutensee am 8. Juli erwartet. Dann ist dort OB-Wahl. Die fünf Bewerber um das Amt haben noch 25 Tage Zeit für ihren Wahlkampf. | Foto: Uwe Aspach/dpa

Kurzer Wahlkampf in Stutensee

Die fünf OB-Bewerber stellen sich in allen Stadtteilen vor

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Der Wahlkampf wird kurz, denn in 25 Tagen sind die Stutenseer aufgerufen, ihr neues Stadtoberhaupt zu wählen. Nachdem am Montagabend (wie berichtet) das letzte Geheimnis um die Bewerberinnen und Bewerber gelüftet worden ist und drei Frauen gegen zwei Männer „wahlkämpfen“, werden die Kandidaten sich nun in der Stadt bekannt machen.  Vier Vorstellungsrunden hat der Wahlausschuss bereits festgelegt.

Seit vier Wochen aktiv

Bettina Meier-Augenstein, die bald nach Beginn der Bewerbungsfrist an die Öffentlichkeit gegangen ist, wird zwar von der Stutenseer CDU unterstützt, tritt aber ausdrücklich als unabhängige Bewerberin auf. Man kann sie schon seit vier Wochen bei vielen Gelegenheiten in der Stadt treffen. Meier-Augenstein (41) ist Bankfachwirtin und Leiterin im Projektmanagement. Sie gehört seit 1999 dem Gemeinderat der Stadt Karlsruhe an und war zwei Jahre Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg.

Bettina Meier-Augenstein | Foto: pr

Informatikerin in der Computerbranche

Die Kandidatur von Maria Schneller, Kandidatin für „Die Partei“, aus Stutensee ist ebenfalls einige Zeit bekannt. Schneller (nach eigenen Angaben Anfang der 1980er Jahre geboren) ist Diplomingenieurin. Sie hat an der Berufsakademie – heute Duale Hochschule – Informationstechnik studiert und lebt seit 2011 mit Familie – Ehemann und drei Kinder – in Stutensee. Sie arbeitet in der Computerbranche.

Maria Schneller | Foto: pr

Beeindruckt von Lachwald-Engagement

An dritter Stelle liegt Martin Pötzsche, der für die Grünen in den Wahlkampf zieht. Er ist kommunalpolitisch aktiv und stellvertretender Ortsvorsteher in Durlach. Er ist 54 Jahre alt, hat Zahntechniker gelernt und arbeitet als Leiter des Innendienst in einem pharmazeutischen Unternehmen. Beeindruckt habe ihn, sagt Pötzsche selbst, das große Engagement weiter Teile der Stutenseer Bevölkerung in der Lachwald-Frage.

Martin Pötzsche | Foto: pr

Fotograf und Psychologiestudent

Sven Schiebel  ist 45 Jahre alt und selbstständiger Fotografenmeister. Er betreibt in Blankenloch ein Fotostudio und studiert Psychologie im achten Semester. Schiebel – auf Platz vier – ist in Stutensee aufgewachsen. Stutensee hat aus seiner Sicht seit der Gemeindereform an Lebensqualität und Lebenszufriedenheit verloren, weil die Anonymität zugenommen habe.

Sven Schiebel | Foto: pr

Juristin mit Stutenseer Wurzeln

Petra Becker  steht auf Platz fünf. Sie ist 56 Jahre alt, verheiratet, hat eine erwachsene Tochter. Sie ist Volljuristin und leitet als Justiziarin den zentralen juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe. Dort ist sie seit 25 Jahren beschäftigt. Becker, die unabhängig antritt, ist in Stutensee aufgewachsen, sie habe dort fast ihr halbes Leben gewohnt und nie die Verbindung verloren. Für die Freien Wähler, die sie unterstützen, bringt sie Erfahrung in Führung und Verwaltung sowie Bürgernähe mit.

Petra Becker | Foto: pr