Das mögliche Aus des Eggensteiner Faschingsumzug hatten die Narren in diesem Jahr thematisiert: Sie wollen sich die Traditionsveranstaltung nicht kaputtmachen lassen.
Trotz neuerlicher Gespräche um die Zukunft des Eggensteiner Fastnachtsumzugs gibt es noch keine Ergebnisse. | Foto: Nees

Komitee treffe Entscheidung

Eggenstein: Zukunft des Umzugs „mit Bedacht“ angehen

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Trotz neuerlicher Gespräche um die Zukunft des Eggensteiner Fastnachtsumzugs gibt es noch keine Ergebnisse.

„Wir wollen das Thema bei der Jahreshauptversammlung des Ortskartells der Eggenstein-Leopoldshafener Vereine am 10. April erneut beleuchten“, sagte Mario Schönleber, Vorsitzender des Ortskartells und Sprecher des Umzugskomitees am Donnerstag auf Anfrage.

Umzugskomitee hat Entscheidungsgewalt

Das Gremium, das den Umzug organisiert, war am Mittwochabend zusammen gekommen. Erst beim Treffen der Vertreter der Ortsvereine werde man einen Überblick über die Stimmung haben. Und erst danach könne die Entscheidung fallen, ob es künftig einen Narrenzug am Fastnachtsdienstag durch Eggenstein geben wird – oder nicht. Dies zu entscheiden, obliege dem Umzugskomitee, erklärte Schönleber.

Wiederholung in der gleichen Form undenkbar

Die Frage zur Zukunft des Faschingsumzugs müsse man mit Bedacht angehen, sagte Bürgermeister Bernd Stober auf Anfrage. Das sei dem Ernst der Sache geschuldet. Einerseits müsse man sich fragen, wohin es führe, wenn Chaoten eine Traditionsveranstaltung auf diese Weise kippen könnten. Andererseits sei eine Wiederholung in der gleichen Form aus vielen Gründen undenkbar, meinte Stober.

Findet sich eine machbare Alternative?

Ob sich eine machbare Alternative finden lässt, sei mit den unterschiedlichen Betroffenen sachlich und intensiv zu diskutieren.
Danach sei zu unterscheiden zwischen der Gemeindeverwaltung, die über die Genehmigung einer solchen Veranstaltung inklusive eines umfangreichen Sicherheitskonzepts zu entscheiden hat, und dem Gemeinderat, der eine solche Veranstaltung ideell und vor allem finanziell unterstützen müsste.
Völlig unabhängig müssten sich nach einer Entscheidung des Veranstalters Ortskartell die Verwaltung und der Gemeinderat mit diesem Problem befassen.