Großes Aufgebot für ein Großprojekt beim ersten Spatenstich für das Wohnpflegeheim der Johannesdiakonie Mosbach in Linkenheim-Hochstetten. | Foto: Alexander Werner

Wohnheim für 24 Menschen

Eingebettet in ein soziales Netz

Anzeige

Mit den Erdarbeiten war auf dem Grundstück im Norden des Baugebiets „Biegen/Durlacher Weg“ in Linkenheim-Hochstetten bereits begonnen worden. Nun fiel mit dem ersten Spatenstich für das neue Wohnpflegeheim der Johannesdiakonie Mosbach am Donnerstag der symbolische Startschuss für den eigentlichen Bau. 25 Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps sowie zusätzlichem Pflegebedarf werden in der Anlage Heimat, Schutz sowie Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten finden, erläuterte Jörg Huber. Gleichzeitig betonte der pädagogische Vorsitzende der sozialen Einrichtung mit ihren 40 Standorten in Baden deren dezentralen Anspruch. So fügt sich der Bau ein ins laufende Konzept, Menschen dort ein Wohnangebot zu zu schaffen, wo sie schwerpunktmäßig herkommen. So werden nach dem ersten neuen Wohnheim in Karlsruhe-Mühlburg jetzt auch in Linkenheim-Hochstetten heimatnah Frauen und Männer untergebracht, die aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe stammen.

Preis für Quartier-Konzept

Insofern hob auch Peter Kappes, Sozialdezernent des Landkreises, die große Bedeutung dieser Niederlassung hervor. Ein beachtlicher Gewinn wird für die bislang teils in Mosbach lebenden Umzügler sein, dass sie inmitten der Wohnbebauung, in Nachbarschaft zum kommenden Seniorenheim und Betreutem Wohnen in ein soziales Netz eingebettet werden. Dafür steht das Konzept, das im Baugebiet verwirklicht wird und für das die Gemeinde 2017 beim Ideenwettbewerb „Quartier 2020“ mit einem mit 60000 Euro dotierten Landespreis ausgezeichnet wurde.

Gelebte Nachbarschaft

Bürgermeister Michael Möslang bekräftigte, welch wesentlichen Baustein das Wohnheim dabei von Beginn der Planungen an dargestellt habe. Ganz wichtig seien der Gemeinde die soziale Verbindung, das Miteinander, die Vielfalt und die Integration im Quartier gewesen. Begleitet werde dies von der Quartiersarbeit in gelebter Nachbarschaft. Eingebunden ins Netzwerk sind die Stiftung Geschwister Nees mit dem kommenden Seniorenzentrum und ihrem Sitz am „Langen Berg“, die nahe Awo und der örtliche Diakonieverein.

Bezug ist  für 2020 geplant

Das Kostenvolumen des Wohnheims der Johannesdiakonie bewegt sich zwischen vier bis fünf Millionen Euro. Ende 2019 soll es fertig sein und 2020 bezogen werden. Wie Regionalgeschäftsführerin Yvonne Jelinek hervorhob, sei die Planung auf dem vergleichsweise kleineren, 1 300 Quadratmeter großen Gelände eine Herausforderung gewesen. Wie dies planerisch mit einem dreigeschossigen, komfortablen Gebäude nebst Gartenbereich gelöst und von Architekt Dieter Meurer beschrieben wurde, fand rundum Gefallen. Das Haus gliedert sich in jeweils mit zwölf Bewohnern belegten zwei Obergeschosse und die „Tagesstruktur“ im Erdgeschoss. Dort werden breite Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Neben Gruppen- und Aufenthaltsräumen wird dort die Verwaltung ihren Platz haben.

Marianne Lother