Mit einer Wahnsinnsstimme beeindruckt Andreas Kümmert (links) schon beim Einsingen auf der Bühne im FC-Alemannia-Stadion in Eggenstein bei Rock am Wald. Sein Auftritt mit den Ron Lemons verzögerte sich wegen eines heftigen Gewitterschauers. | Foto: del

Samstag zweiter Festivaltag

Gewitterschauer dämpfen Begeisterung der Fans bei „Rock am Wald“ kaum

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Das Festival „Rock am Wald“ beim Fußballclub Alemannia Eggenstein gibt es seit 2002. Diesen Freitagabend gaben drei Gruppen den Start in die beiden Festivaltage. The Dead Flowers, Andreas Kümmert und die Ron Lemons sowie Randy Hansen. Am Samstag treten weitere fünf Formationen auf.

Erinnerung an Woodstock

Vor 50 Jahren feiern zahlreiche Musiker und Tausende Anhänger der Rockmusik das Woodstock-Festival. Solche Musik lieben die Freunde des Festivals beim FC Alemannia in Eggenstein gleichermaßen. „Rock am Wald“ startet am Freitagabend.

Mit dem Wohnmobil gekommen

Die ersten Gäste kommen schon bald nach sechs, und vor dem Festgelände hat sich ein Paar aus Pforzheim mit seinem Campingmobil eingerichtet. Nein, die Musik wollen sie schon drinnen hören, die Festatmosphäre bei „Rock am Wald“ hautnah miterleben.

Routinierte Logistik

Das Interesse ist erfahrungs- und erwartungsgemäß groß, die Besucher drängen sich allmählich aufs Festgelände. Routiniert kontrollieren die Sicherheitskräfte Karten, größere Taschen und Rucksäcke. Die Festivalbesucher sind geduldig. Langsam füllen sich die Bänke um die Tische. Ganz viele Besucher bei „Rock am Wald“, die bestimmt schon das erste Woodstock-Festival 1969 miterlebt haben. Die Helfer an den Ständen, von den jungen Mannschaften bis zu den Alten Herren, arbeiten Hand in Hand. Die kulinarische Versorgung klappt routiniert.

Ohne Sponsoren wäre ein solches Event nicht möglich

Die obligatorische Eröffnung des Festivals „Rock am Wald“ und die Begrüßung der Gäste obliegt Mitorganisator Leopold „Poldi“ Csik. Er bedankt sich bei den vielen Helfern, die vor, während und nach dem Festival kräftig Hand anlegen, und bei den vielen Unterstützern , die das Festival erst wirtschaftlich möglich machen.

Opener The Dead Flowers

Dann die ersten Gitarrenklänge. Alles wippt und schwingt. Opener ist wie immer bei „Rock am Wald“ die einheimische Band „The Dead Flowers“ von Festivalmitbegründer Dieter „Planer“ Reuter. Der die Rockfans launig begrüßt. Titel von Johnny Cash, Rolling Stones, Chuck Berry, Robert Palmer – klassische Rocksongs aus der Jugendzeit der Musiker auf der Bühne, alle in ganz eigener Interpretation.

Unwetter erzwingt Unterbrechung

Dann die Wetterwarnung, graue Wolken, erste Regentropfen, die Festbesucher von „Rock am Wald“ suchen sich – ganz ohne Hektik – trockene Plätzchen. Nach einer knappen halben Stunde ist der Gewitterschauer vorüber. Die dunklen Wolken ziehen langsam ab. Offenbar um den nächsten Platz zu machen. Es scheint noch was zu kommen, meint ein Zuhörer mit bangem Blick nach oben. Und der sorgenvolle Blick ist nicht verkehrt: Später setzt erneut kräftiger Regen ein. Ob die Veranstalter abbrechen müssen, ist am Freitagabend nicht mehr zu erfahren.

Bluesrock mit Andreas Kümmert

Unterdessen baut Andreas Kümmert mit seiner Formation „Ron Lemons“ seine Instrumente für „Rock am Wald“ auf, unbeeindruckt von den letzten Regentropfen, und alsbald gibt’s was auf die Ohren, Bluesrock der 60er und 70er.

Tag Zwei am Samstag

Diesen Samstag geht das Festival „Rock am Wald“ ab 16 Uhr in den zweiten Veranstaltungstag. Fünf Bands sind angekündigt: Endeffekt aus Forbach (16 Uhr), Captain Supersport aus Stutensee (17 Uhr), Gablonsky Beaat aus Karlsruhe (18.30 Uhr), Madhouse, ebenfalls aus Karlsruhe (20.15 Uhr) sowie als Abschluss und Höhepunkt „Tina-T, Cover No. 1 aus Marxzell.