Der Brand in Stutensee-Friedrichstal richtete an einem Wohnhaus hohen Schaden an. Das Einfamilienhaus ist unbewohnbar. | Foto: 7aktuell/Oskar

Brand in Friedrichstal

Großeinsatz am Dienstagabend

Der Brand in einem Carport griff am Dienstagabend in Stutensee-Friedrichstal auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus über und richtete hohen Sachschaden an. Die Feuerwehr war bis in die späten Abendstunden im Einsatz. Das Einfamilienhaus ist unbewohnbar.

Am Dienstagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Stutensee gegen 19.20 Uhr zu einem Carportbrand in die Jahnstraße nach Friedrichstal alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr hatte das Feuer bereits auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen, sodass weitere Kräfte angefordert wurden.

Flammen breiteten sich schnell aus

Der Brand war auf der Rückseite des Einfamilienhauses im Bereich des dortigen angebauten Carports ausgebrochen. Untersuchungen der Kriminaltechniker ergaben am Mittwochmorgen, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem auf der Terrasse abgestellten Kühlschrank ausgegangen sein dürfte. Die Flammen breiteten sich rasend schnell auf das erste Obergeschoss und den Dachstuhl aus. Die Feuerwehr leitete sofort eine massive Brandbekämpfung über mehrere eingesetzte Atemschutztrupps im Außenangriff sowie im Innenangriff ein. Über die Drehleiter wurde zudem von oben herab gelöscht.

Glutnester unter Solaranlage

Die Brandbekämpfung zeigte rasch Wirkung und das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden. Um alle Glutnester ablöschen zu können, musste das Dach geöffnet und damit über die Drehleiter die Dachziegel entfernt werden. Schwierigkeiten bereitete die auf dem Dach befindliche Solaranlage, da sich darunter noch Glutnester befanden und diese dadurch teilweise demontiert werden musste. Die Hausbewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches im Gebäude. Sie blieben glücklicherweise unverletzt.

100 Einsatzkräfte

Zu den örtlichen Kräften wurden die DRK Bereitschaften aus Spöck, Liedolsheim, Eggenstein und Rußheim alarmiert, um die Einsatzkräfte bei den aufwendigen Nachlöscharbeiten mit kühlen Getränken und Essen zu versorgen. Insgesamt waren hier etwa 21 Kräfte vor Ort. Die Feuerwehr war mit allen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee unter der Leitung des Kommandanten Klaus-Dieter Süß mit 72 Einsatzkräften im Einsatz. Auch der stellvertretenden Kreisbrandmeister Ullrich Koukola machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Der Bürgermeister der Stadt Stutensee, Edgar Geißler, und der Ortsvorsteher von Friedrichstal, Lutz Schönthal, eilten ebenfalls zur Einsatzstelle.

Haus nahezu zerstört

Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Das Einfamilienhaus wurde beinahe komplett zerstört und ist unbewohnbar. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 200.000 Euro.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe