Eine Stimme ganz nah am Vorbild bringt Barby Hess mit, die Sängerin der Tina-Turner-Tribute-Formation „Tina-T, Cover No. 1“ – Top-Act bei Rock am Wald beim FC Alemannia in Eggenstein. Sie beschließt das Festival am Samstagabend.. | Foto: pr

Acht Bands in Eggenstein

Jimi-Hendrix- und Tina-Turner-Tributes beim Festival „Rock am Wald“

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Acht Bands geben an diesem Freitag (ab 19 Uhr)  und Samstag (ab 16 Uhr) ihre Visitenkarten in Eggenstein ab. Auf dem Gelände des Fußballclubs Alemannia Eggenstein läuft zum 18. Mal das Festival „Rock am Wald“. Aus kleinen Anfängen hat sich ein festes Event entwickelt, das alljährlich Anfang August eine ganz große Zielgruppe erreicht.

Anspruchsvoll und mit guten Bands

Der Termin ist immer Anfang August, und das Ziel ist immer dasselbe: ein anspruchsvolles Festival mit guten Bands, auch aus der Region, mit starken Top-Acts – und möglichst gutem Besuch. Das ist „Rock am Wald“, das der Fußballclub Alemannia Eggenstein – respektive einige musikbegeisterte Männer aus dem Verein – vor bald zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen hat. Genau gesagt steigt am Freitag und Samstag, 9. und 10. August, die 18. Auflage des 2002 begründeten Spektakels am Hardtwald auf dem Areal der Eggensteiner Kicker.

Erste Idee um 2000

„Die Idee hat 2000 Ralf Melchers eingebracht, der damals FC-Vorsitzender war“, sagt Dieter „Planer“ Reuter, der seither mitten in der Organisation mit drin steckt. „Wir haben relativ klein angefangen, als wir 2002 losgelegt haben“, merkt er noch an. Eine ansprechende Location bot das FCA-Vereinsgelände: „Rock am Wald“ war geboren. der damalige Moonlights-Sänger Peter Horn stellte eine Band zusammen, Reuter brachte seine Formation „Strange Brew“ mit, die Folkgruppe Prehon und die Band Badwater (kürzlich beim Straßenfest in Eggenstein aufgetreten, anders besetzt als damals). Das Programm des ersten Festivals stand.

Bald auf zwei Tage ausgedehnt

Aus einem Tag wurden rasch zwei Veranstaltungstage, immer Freitag und Samstag. „Wir wollten schon immer ein anspruchsvolles Festivalprogramm, wir legten Wert auf hochwertige Bühnentechnik, und wir haben immer schon Eintritt verlangt“, sagt Leopold „Poldi“ Csik, der seit etwa zehn Jahren die Aufgaben verteilt – einer aus dem neunköpfigen Organisationsteam mit Reuter und Stefan Müller-Ivok, der für die Öffentlichkeitsarbeit steht.

Viele Helfer legen Hand an

Zwischen 70 und 80 Helfer stehen bereit, um Hand anzulegen beim Auf- und Abbau zum Festival „Rock am Wald“ und alldem, was sonst so anfällt. Meist ein Jahr, manchmal zwei Jahre im Voraus werden die Bands verpflichtet, zumindest die, die die Top-Acts bringen. Wie Randy Hansen, der die Musik von Jimi Hendrix lebt, oder Barby Hess, die die junge Tina Turner präsentiert.

Bandbetreuung über dem Standard

Organisatorisch wurde ein bisschen umstrukturiert, freilich nicht bei der Bühnentechnik: „Die wird von allen Bands als hochprofessionell gelobt“, sagt Csik. Auch an der Bandbetreuung „weit über dem Standard“, so Stefan Müller Ivok, werde nichts verändert. Aber beim Catering: „Wir setzen jetzt auf Foodtrucks, um mehr Vielfalt und Breite im kulinarischen Angebot zu erreichen“, erklärt Csik. Für die Getränkeversorgung ist bei „Rock am Wald“ weiter der FC Alemannia Eggenstein zuständig.

Sicherheitskonzept ist zwingend

Ohne Sicherheitskonzept funktioniere ein solches Festival nicht. Ein Security-Unternehmen sorge für die Kontrollen am Zugang und überwache den Festablauf. Das habe sich bewährt, versichern die drei Mitorganisatoren übereinstimmend. „Rock am Wald“ verlaufe erfreulich ruhig.

 

Programmübersicht

Zwei Tage läuft das Festival „Rock am Wald“ am Hardtwaldrand auf dem Gelände des Fußballclubs Alemannia in Eggenstein. Acht Bands geben sich auf der Bühne ein Stelldichein. Drei sind es am Freitag, 9. August, ab 19 Uhr, fünf folgen am Samstag, 10. August, ab 16 Uhr. Der Überblick über das Festival-Programm:
Freitag
19 Uhr: Auftakt – wie immer – mit der einheimischen Band „The Dead Flowers“ mit ihrer „Experienced Country & Roll Music Show“ und Titeln von Eric Clapton, Rolling Stones und vielen anderen aus der Musikszene der 60er und 70er Jahre.
20.15 Uhr: Den Zugang zum Eurovision Song Contest hat er sich redlich erarbeitet, doch zum Wettbewerb trat er nicht an: Andreas Kümmert überzeugt nach Auffassung der Rock-am-Wald-Organisatoren als Sänger und Gitarrist mit Leidenschaft und außergewöhnlicher Musikalität. Am Freitag tritt er in Eggenstein mit seiner Band „The Ron Lemons“ mit Bluesrock-Klassikern aus den 60ern und 70ern auf.
22.25 Uhr: Da beißt einer in seine Gitarre, entlockt ihr Töne, die unmöglich ein Musiker allein produzieren kann. Jimi Hendrix konnte es – so vor 50 Jahren beim Woodstock-Festival. Gitarrenrock als Naturereignis, wie es Hendrix verstand, zeichnet Randy Hansen aus, so die Veranstalter. Der kommt wie sein Vorbild aus Seattle in den USA und hält die Musik des begnadeten Gitarristen wach. Randy Hansen schließt mit seiner Hendrix-Tribute-Show den ersten Abend ab.
Samstag
16 Uhr: Die Gruppe „Endeffekt“ aus Forbach ist Preisträger des „Offerta Music Awards“ des vergangenen Jahres. Sie transportiert „Songs über Leben, Liebe, Freundschaft und kleine Dinge“, heißt es in der Ankündigung. Das Sextett hatte auch bei „Das Fest“ einen Auftritt.
17 Uhr: Aus Stutensee kommt die Gruppe „Captain Supersport“. Nicht zum ersten Mal stehen die vier Musiker in Eggenstein mit direktem, unverfälschtem Sound auf der Bühne.
18.30 Uhr: Ausgefeilte Gitarrensoli und „konservative Rockertugenden“ kennzeichnen die Gruppe „Gablonky Beat“, die gerade zehnten Geburtstag gefeiert hat. Das Quintett – vier Musiker und eine Sängerin – tobt „mit viel Spaß und Wucht über die Bühne“.
20.15 Uhr: Die Musiker, die als „Madhouse“ in Eggenstein auf die Bühne treten, sind auch in namhaften Formationen wie Adams Bryan oder Kon Chauvi aktiv. Die sechs Musiker konzentrieren sich in ihrer Performance auf Rockmusik, die sich Jahrzehnte durchgesetzt und gehalten hat.
22.15 Uhr: Höhen und Tiefen kennt Tina Turner aus eigenem Erleben reichlich. Nächstes Jahr wird die Rock-Ikone 80 Jahre alt. Songs voller Power sind ihr Markenzeichen. Ihrer Musik widmet sich der Rock-am-Wald-Top-Act mit „Tina-T, Cover No. 1“ mit dem „Live Tribute to Tina Turner“ – eine tolle Band um die Sängerin Barby Hess, die mit Chorsängerinnen und Tänzerinnen zum Abschluss des Rockfestivals antritt, kündigen die Veranstalter an.