Der zweite Bauabschnitt des Weingartener Lärmschutzwalls an der Autobahn (von der Radwegbrücke her gesehen) soll noch in diesem Jahr fertig werden, hofft der Projektleiter. Unterdessen wurde bereits mit der Schüttung des dritten Bauabschnitts begonnen. Ende 2021 soll das Gesamtprojekt trotz zeitweise eingeschränkter Materialanlieferung beendet sein. | Foto: Marianne Lother

Fertigstellung bis Ende 2020

Lärmschutzwall an der A5 bei Weingarten wächst kontinuierlich

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Von Marianne Lother

Hoher Materialbedarf für ein Bauprojekt in Kronau hat wohl dazu geführt, dass der Lärmschutzwall an der Autobahn bei Weingarten langsamer als geplant weiter geschüttet wurde. Dennoch liegt das Vorhaben, das für die Gemeinde Weingarten kostenneutral bleiben soll, ganz gut im Zeitplan.

Zweiter Bauabschnitt fast fertig

Der Lärmschutzwall an der Autobahn 5 beim Weingartener Ortsteil Waldbrücke steht kurz vor der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts, der sich zwischen der Lärmschutzwand und dem Fahrradweg zwischen Waldbrücke und Blankenloch erstreckt, der an dieser Stelle den Wald durchquert und den Wall „kreuzt“.

Dritter Abschnitt begonnen

Der dritte Bauabschnitt des Lärmschutzwalls, der in Richtung Süden anschließt, wurde bereits begonnen. Bisher kam das Bauwerk nach Einschätzung der Projektverantwortlichen insgesamt sehr gut voran.

Die Hälfte des Gesamtvolumens ist eingebaut

Im April hatte Thorsten Fredrich, örtlicher Bauleiter der bauausführenden Firma Mineralix, berichtet, der Materialfluss laufe gut, mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens sei geschüttet, und einer Fertigstellung des Projekts bis Ende 2021 stehe nichts im Wege.

Verzögerte Materialanlieferung

Jetzt bestätigt Fredrich seine vormalige Aussage im Wesentlichen, räumt aber ein, dass die Lieferung und der Einbau von Böden derzeit allerdings verhalten laufe. Die Ursache vermutet er in einer Großbaustelle in Kronau, wo der Neubau des Zentrallagers einer Supermarktkette binnen kurzer Zeit rund 100 000 Tonnen Boden benötigt habe und damit ein Großteil der auf dem Markt verfügbaren Mengen dorthin abgeflossen seien.

Rückstand bis zum Spätjahr ausgleichbar

Dieses Bauprojekt sei mittlerweile abgeschlossen, und darum gehe er davon aus, den Rückstand im Spätjahr wieder aufholen zu können. Die Baukonjunktur sei nach wie vor anhaltend gut, und Anfragen seien reichlich vorhanden. Er hoffe, noch in diesem Jahr den zweiten Abschnitt abschließen zu können und somit auch den kompletten Teil des Bauprojekts nördlich des Fahrradwegs.

Ferienbedingte Arbeitspause

Aufgrund der derzeit urlaubsbedingt schwierigen Personalsituation ruhen die Arbeiten momentan, sollen jedoch in ein, maximal zwei Wochen nach Ende der Sommerferien weitergeführt werden. Die planmäßige Fertigstellung des Walls Ende 2021 sieht Thorsten Fredrich nach wie vor als unproblematisch an.