Suche nach vermisster Frau
Die Staatsanwaltschaft habe von der Polizei alle Ermittlungsakten erhalten, sagte eine Sprecherin der Behörde in Freiburg | Foto: Rolf Haid/Archiv

„Fall geklärt“

Mordfall an Eggensteinerin 2003: Anklage in den nächsten Wochen

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Im Fall einer vor knapp 16 Jahren entführten und ermordeten Reinigungsfrau in Bad Krozingen bei Freiburg hat die Polizei ihre Ermittlungen beendet. Die Staatsanwaltschaft habe von der Polizei alle Ermittlungsakten erhalten, sagte eine Sprecherin der Behörde in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. In den nächsten Wochen, voraussichtlich bis Jahresende, werde sie beim Landgericht Freiburg Anklage erheben. Der Fall sei geklärt. Zu einem Prozess könnte es einem Gerichtssprecher zufolge dann im neuen Jahr kommen.

Im Fokus steht ein 54 Jahre alter Deutscher aus der Umgebung von Freiburg. Er hat die Tat den Angaben zufolge gestanden. Nach einem Hinweis aus dem Bekanntenkreis war er vor knapp zweieinhalb Monaten festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.

Tat blieb fast 16 Jahre unaufgeklärt

Die 57 Jahre alte Frau, die aus Karlsruhe stammte, war am 17. Januar 2003 in Bad Krozingen nach Dienstende auf der Straße vor einer Klinik in ihr Auto gezerrt und entführt worden. Sie hatte in dortigen Kliniken für eine Reinigungsfirma gearbeitet. Rund neun Wochen später, im März 2003, war sie einige Kilometer entfernt in einem Wald bei Ehrenkirchen von einer Spaziergängerin nackt und erstochen gefunden worden. Die Tat blieb fast 16 Jahre lang unaufgeklärt.

Keine Angaben zum Motiv

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer. Nach der Tat 2003 gefundene Körperspuren stimmten mit der DNA des Mannes überein. Zum dessen Motiv machten die Ermittler keine Angaben. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm laut dem Gericht lebenslange Haft.

(dpa/lsw)