Der Eggensteiner Fastnachtsumzug soll vor Störern besser geschützt werden. | Foto: del

Schleusen sollen helfen

Nach Störungen: Mehr Sicherheit für den Fastnachtsumzug in Eggenstein

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Nach den Störungen beim Narrenumzug im vergangenen Februar haben sich Verwaltung, Gemeinderat und Ortskartell der Eggenstein-Leopoldshafener Vereine nun auf ein neues Konzept geeinigt. Mit einer neuen Strecke und mehr Sicherheitsvorkehrungen sollen Vorfälle in Zukunft vermieden werden.

Die unerfreulichen Ereignisse nach dem Ende des Narrenumzugs am Fastnachtsdienstag in Eggenstein führten schon unmittelbar danach zu Diskussionen, die bis hin zur Überlegung reichten, künftig auf dieses Ereignis zu verzichten. Man wolle Chaoten und Randalierern keine Plattform bieten. So weit kam es indessen nicht.

Neues Konzept stößt auf Zustimmung

Vielmehr einigten sich Verwaltung, Gemeinderat und das Ortskartell der Eggenstein-Leopoldshafener Vereine als Ausrichter und Organisator des Umzugs darauf, das Ereignis und vor allem seinen Ausklang neu zu konzipieren. Dieses Konzept wurde am Dienstagabend vorgestellt, beraten und schließlich einhellig gebilligt. Die Traditionsveranstaltung des Eggensteiner Fastnachtsumzugs wolle man nicht aufgeben, hieß es unter anderem. Wobei man sich gleichwohl einig war, dass man abwarten müsse, wie sich die neuen Regelungen auswirken werden, ehe man über weitere Schritte nachdenke. So wurde das Konzept als „Schritt in die richtige Richtung“ beurteilt, aber auch als „letzte Chance“ begriffen, den mehr als 50-mal ausgerichteten Fastnachtsumzug dauerhaft zu erhalten.

Neue Route, mehr Kontrollen

Das neue Konzept: Der Umzug stellt sich wie gehabt entlang der Bahnstrecke in der Jahnstraße zwischen Altem Bahnhof und S-Bahn-Haltestelle Eggenstein-Süd in umgekehrter Reihenfolge auf. Die Wegstrecke wird neu geführt und folgt der Route, die bei der 1 250-Jahrfeier gewählt worden ist: Jahnstraße, Bahnhofstraße, Hauptstraße, Kirchberg. Das Narrendorf, vormals auf dem Rathausplatz, wird auf den Festplatz verlegt, wo sich der Umzug auflöst. Die Zugangskontrollen werden verstärkt. Am Bahnhof sollen Sicherheitskräfte und Polizei mit dem Veranstalter Schleusen als Zugänge installieren, über die der Besucherzustrom geleitet und kontrolliert wird. Dadurch wird eine rasche Abwicklung des Zugangs zur Umzugsstrecke erwartet.

An allen weiteren Zugangsstellen, an denen die Zugplaketten verkauft werden, soll gleichfalls kontrolliert werden. Die Einsatzzentrale für Polizei und DRK wird in der TGE-Halle am Fisperweg eingerichtet. Auswärtige Gruppen mit großen Wagen sollen vom Ortskartell nicht mehr eingeladen werden. In deren Schlepptau sollen sich größere auswertige Gruppen eingefunden haben, die Auslöser für die unerfreulichen Ereignisse abseits aller Brauchtumspflege gewesen sein sollen.