In der Schillerstraße in Eggenstein ist der erste Abschnitt saniert. Der zweite soll noch dieses Jahr begonnen werden. Zuvor muss sich die Gemeinde noch mit der Baufirma zur Abrechnung einigen. | Foto: del

Flexible Parkierung im Blick

Neue Überlegung für Straßengestaltung im Ostring in Eggenstein

Rotes Pflaster auf den Gehwegen, dazwischen anthrazitfarbene Steine, die die Parkplätze kennzeichnen. Und eine neue Straßendecke aus Asphalt ohne Mittelstreifen: So sieht die erneuerte Schillerstraße zwischen Friedrich- und Eisenbahnstraße in Eggenstein-Leopoldshafen aus.

Abrechnungsfrage noch ungeklärt

Eigentlich sollte es dort mit dem nächsten Abschnitt von der Friedrich- in Richtung Hauptstraße weitergehen. Doch da klemmt’s derzeit: „Die Bauausführung ist in Ordnung. Bevor es dort weitergeht, muss die Gemeinde mit der Baufirma die Abrechnungsfrage lösen“, sagt Bürgermeister Bernd Stober. Das sollte rasch passieren, denn würde der Abschnitt dieses Jahr nicht mehr hergestellt, wären erst 2020 Bauarbeiten möglich. Nächstes Jahr ist nämlich Straßenfest, und dann werden Friedrich- und Schillerstraße als Umleitungsstrecke gebraucht.

Strategische Planung

Die Schillerstraße ist ein Beispiel der Straßenprojekte. Dafür hat die Bau- und Liegenschaftsverwaltung im Rathaus ein Programm aufgestellt, nach dem jedes Jahr Straßen und Gehwege mit Kanälen und Wasserleitungen auf neuesten Stand gebracht werden, je nach der Dringlichkeit. „Etwa 1,5 Millionen Euro investieren wir im Durchschnitt pro Jahr in diesen Teil der Infrastruktur“, erläutert Stober. Reine Straßenunterhaltung – Deckensanierung im Wesentlichen – für etwa 400 000 Euro im Jahr kommen noch hinzu. Man will ja auf dem Laufenden bleiben, und eben dazu diene die strategische Planung, sagt der Bürgermeister.

Zur langfristigen Sicherung der Infrastruktur muss man regelmäßig etwas tun

Und: „Zur langfristigen Sicherung der Infrastruktur muss man regelmäßig etwas tun.“ Dazu gehört dieses Jahr noch die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke („Bauwerk 128“) über den Pfinzkanal für 200 000 Euro. Den Auftrag soll der Gemeinderat in der Junisitzung erteilen.

Zwei Abschnitte im Ostring

Deckensanierung ist auch das Thema im Ostring: Von der Landstraße bis zur Straßenbahnlinie soll der Straßenbelag in zwei Abschnitten – erst Landstraße bis Kreisel, dann Kreisel bis Bahnlinie – abgefräst und neu aufgetragen werden. Kanäle und Wasserleitung werden nicht berührt. Dieses Vorhaben läuft – als Instandhaltung – über den Verwaltungs-, nicht über den Vermögenshaushalt. „Da der Ostring relativ breit ist, haben wir bei der Planung ins Auge gefasst, die Straße zu verengen, vor allem deshalb, dass dort Tempo 30 strenger eingehalten wird. Gemeinderat wie Anwohner haben dies jedoch abgelehnt, weil dadurch mehr Lärm beim Bremsen und Anfahren entsteht.

Neue Überlegung

Begegnungsverkehr sollte durchgängig möglich sein. „Dazu braucht es sieben Meter Breite“, erklärt Stober, „außer bei reduzierter Geschwindigkeit und wenn keine Buslinie und wenig Lkw verkehren.“ Das treffe zu, so dass die Straße mindestens 5,5 Meter breit sein könnte. Dies ließe eine flexiblere Anordnung der Parkierungen zu. Mit der Verkehrsbehörde im Landratsamt sei diese ganz neue Überlegung abgestimmt, sagt Stober. Entscheiden müsse der Gemeinderat, der am 26. Juni zusammentritt. Und gleich den Auftrag für Deckensanierungen (nicht nur im Ostring) vergeben soll.