Kleiner, aber qualitativ besser soll der großflächig dimensionierte Spielplatz entlang der Robert-Bosch-Straße in Linkenheim werden. Auf dem nördlichen Teil des Areals entsteht ein Kindergarten.
Kleiner, aber qualitativ besser soll der großflächig dimensionierte Spielplatz entlang der Robert-Bosch-Straße in Linkenheim werden. Auf dem nördlichen Teil des Areals entsteht ein Kindergarten. | Foto: Werner

Nach Neubau der Kinderkrippe

Spielplatz in der Robert-Bosch-Straße bleibt

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Der Neubau einer Kinderkrippe in der Robert-Bosch-Straße steht in Linkenheim-Hochstetten seit Ende 2017 auf der Agenda. Damals resultierte aus Untersuchungen an der in die Jahre gekommenen Einrichtung  „Kinderreigens“ in der Hans-Thoma-Straße der Entschluss, diese abzureißen und an den neuen Standort neben dem dortigen Kindergarten in der Carl-Benz-Straße zu verlegen. Geplant ist eine Einrichtung mit vier Gruppen und zwei kleinen Wohneinheiten. Die Entwurfsplanung wird am Freitag im Gemeinderat vorgestellt.

Eltern äußern auf Facebook Bedenken

Betroffen davon ist auch die Zukunft des entlang der Robert-Bosch-Straße stark frequentierten, großflächigen und großzügig mit Geräten bestückten Spielplatzes. Was mit diesem bei der Neukonzeption geschehen könnte, war zuletzt bei Nutzern auch auf Facebook ein Diskussionsthema. Einerseits gab es dabei starke Kritik an einem befürchtetem Umbau oder gar Wegfall des Spielplatzes. Andere vermerken den Bedarf an weiteren Krippenplätzen und die allgemeine gute Ausstattung der Gemeinde mit Spielplätzen.

Spielplatz soll attraktiver werden

Wie Bürgermeister Michael Möslang mitteilt, müsse jetzt vorab geklärt werden, wie das Gebäude auf dem Areal weiter geplant werde. Dann folge die Planung der Außenanlagen. Der bisherige Spielplatz umfasse zwei Grundstücke, erläutert Möslang. Vorgesehen sei die Krippe auf dem nördlichen, 2 634 Quadratmeter großen Teil, der im Bebauungsplan für Wohnbau vorgesehen war. Der südliche Teil mit 1 777 Quadratmetern sei seit jeher als Spielplatz konzipiert, so Möslang. Dort sei vorgesehen, einen neuen Spielplatz nach neuem Konzept und mit neuer Grünflächengestaltung anzulegen. Der Spielplatz werde kleiner, aber qualitativ besser. Die Neugestaltung biete die Chance, ihn noch attraktiver zu gestalten, betont Möslang. Zudem werde geprüft, ob es möglich sei, die angrenzenden Spielflächen des Kindergartens und des Neubaus am späteren Nachmittag zusätzlich öffentlich nutzbar zu machen.

Insgesamt 22 Spielplätze im Ort

Möslang weist außerdem daraufhin, dass es im Ort insgesamt 22 öffentliche Spielplätze gibt, drei davon befinden sich im Umkreis von 300 Metern zu jenem in der Robert-Bosch-Straße. Zwei kleinere lägen im Bereich „Mittelpfad“, ein größerer im Gebiet „Am Langen Berg“.

Mehr Schatten

Speziell eine Bürgerin hatte zuletzt die bislang mangelnde Beschattung beklagt. Möslang verweist dazu einerseits auf den großen Baumbestand. Gleichzeitig sei der Platz einer der größten in der Gemeinde. Da könnte nicht jede Sandfläche beschattet sein. Problematischer sehe man den recht großen, ungestalteten Abstand zwischen den Spielgeräten. Das könne bei einer Neugestaltung besser und auch mit mehr Schatten auf den einzelnen Spielelementen gelöst werden. Besonders im Frühjahr und Herbst seien zudem die sonnigeren Spielplätze beliebt.

Betreuung von sieben bis 17 Uhr

Auf die Diskussion um den Krippenbau angesprochen, erinnert Möslang daran, dass der Gemeinderat lange über einen geeigneten Standort debattiert habe. Die Entscheidung sei öffentlich im Juni gefallen. Maßgebliche Erwägungen seien gewesen, dass Kinder im Kinderkrippenalter von den Eltern in der Regel per Fahrrad oder Auto gebracht würden. Insofern habe es gegolten, einen möglichst zentralen, gut anfahrbaren Standort mit möglichst viel öffentlichem Parkraum zu finden. Dem Hortneubau komme zentrale Bedeutung zu. Es sei die einzige reine Kinderkrippe für die Gemeinde mit einem U3-Betreuungsangebot von 7 bis 17 Uhr. In Erwartung steigenden Bedarfs baue man dort einen zusätzlichen Gruppenraum gegenüber dem Bestandsgebäude.

Von Alexander Werner