Bis 7 Uhr am Mittwoch dauerten die Löscharbeiten, auch wegen Nachlöschens und anstrengenden Kampfs gegen immer wieder aufflackernde Glutnester. | Foto: tor

Am Dienstagabend

Wohnhaus in Stutensee-Blankenloch ausgebrannt: Rund 200.000 Euro Schaden

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Ein Bagger rollt an, um den Giebel des ausgebrannten Gebäudes in der Hauptstraße 24 einzureißen. In der Nacht war das seit etwa zwei Jahren leerstehende ältere Einfamilienhaus komplett ausgebrannt. Nach einer langen Nacht und vielen Aufräum- und Restarbeiten, ging es am Mittwochnachmittag darum, die Ruine so zu sichern, dass niemand geschädigt werden kann.

„Ein Statiker hat im Benehmen mit dem städtischen Bauamt und dem Ordnungsamt festgelegt, dass der schwer geschädigte Giebel und der Kamin abgebrochen werden müssen“, berichtet Stadtbrandmeister Klaus Dieter Süß, der Stutenseer Feuerwehrkommandant. Zur Sicherheit wurde zudem veranlasst, dass der „Pfannenstiel“ (so nennen die Einheimischen den Abschnitt der Hauptstraße mit dem Brandobjekt) bis Montag gesperrt bleibt.

Ich habe in der Nacht Rauch aufsteigen gesehen, kurz bevor wir schlafen gegangen sind.

Blankenlocher Nachbarin

Am späteren Mittwochvormittag hatte die Feuerwehr noch reichlich zu tun. Die einen räumten die Schläuche weg, während ein Maschinist einen Kriminalbeamten mit der Drehleiter in luftige Höhen befördert, damit der sich die Schadenslage aus der Vogelperspektive betrachten und fotografisch-dokumentarisch festhalten.

In gebührendem Abstand stehen Anwohner, Nachbarn und Passanten an der Ecke von Hauptstraße und Mühlenweg und verfolgen das Geschehen. „Ich habe in der Nacht Rauch aufsteigen gesehen, kurz bevor wir schlafen gegangen sind“, sagt eine Frau, die unweit des Brandorts wohnt. Woher der Rauch aufgestiegen ist, habe sie aber nicht lokalisieren können. Am andern Morgen hat sie ihren Informationsbedarf stillen können.

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Löscharbeiten bis Mittwoch früh

Bis 7 Uhr am Mittwoch dauerten die Löscharbeiten, auch wegen Nachlöschens und anstrengenden Kampfs gegen immer wieder aufflackernde Glutnester, berichtet Süß: „Wir mussten am Nachbarhaus, das sonst relativ unbeschädigt blieb, Wandverkleidungen abbrechen, um die Glutnester zu löschen.“

Am Mittwochvormittag machte sich ein Beamter der Kriminalpolizei ein Bild, Kriminaltechniker untersuchten das Objekt, und am Montag sollen Brandsachverständige ihre Expertise verfassen: „Vorher ist nicht zu erwarten, dass es Hinweise auf die Brandursache geben wird“, sagt Polizeisprecher Ralf Minet auf Anfrage. Zum Schadensausmaß war von etwa 200.000 Euro die Rede.

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30 Helfer und acht Fahrzeuge im Einsatz

Alarmiert wurde die Feuerwehr gegen 22.30 Uhr am Dienstag. Zuerst war von Rauchentwicklung an einem Haus ausgegangen worden: „Wir waren mit den Abteilungen Blankenloch und Staffort ausgerückt, alarmierten dann Spöck und Friedrichstal nach, als die Flammen aus dem Gebäude schlugen“, berichtet Süß, der mehr als 30 Helfer und acht Fahrzeuge im Einsatz hatte.

Von der Straße aus wurde der Brand aus fünf Rohren bekämpft, von der Drehleiter aus das Feuer im Dach: „Wir konnten wegen Einsturzgefahr nicht ins Innere vordringen.“ Zum Glück war das Haus unbewohnt, und von den Einsatzkräften kam niemand zu Schaden. Anwohner wurden zeitweise in Sicherheit gebracht. Sie kamen zum Teil bei Freunden und Verwandten unter, teilweise in Notunterkünften, heißt es von der Stadtverwaltung Stutensee.