Das alte Stutenseebad in Blankenloch wird abgerissen und ist im Februar endgültig Geschichte. | Foto: Kuld

Projekt „Mittendrin“

Altes Stutenseebad wird für neue Wohnungen abgerissen

Anzeige

„Mittendrin“ heißt das große Projekt – und der Titel steht sinnbildlich auch für den Stand der Vorbereitungen für dieses Großprojekt in Blankenloch. Mittendrin ist die Stadt Stutensee bei den Arbeiten zur Bereitstellung der für die geplanten 150 Wohnungen benötigten Fläche.

Wesentlich dabei ist der Abriss des alten Hallenbades, für das der Gemeinderat am 30. September den Auftrag erteilen will. Laut Sylvia Tröger, Erste Bürgermeisterin der Stadt Stutensee und zuständige Baudezernentin, wird im Februar das alte Bad Geschichte sein. Das neue Stutenseebad, das vor einem Jahr eröffnet wurde, hat seither deutlich mehr Badegäste angezogen als sein Vorgänger. Der Abbruch des alten Stutenseebads kostet knapp 300.000 Euro.

Neues Bad gut besucht

Im Juni 2019 besuchten 3.830 Badegäste das neue Stutenseebad, im Juni 2018 waren es 3.420 Besuchende im ehemaligen Stutensee-Bad. 3.564 Badegäste zählte das neue Stutenseebad dieses Jahr im Juli, im Vorjahr waren es noch 3.395. Im August 2019 kamen insgesamt 4.286 Besucher in das neue Stutenseebad, im August 2018 wurden 2.900 Badegäste im alten Stutensee-Bad gezählt.

Viele Schüler und Vereinsschwimmer

Nach Angaben der Stadtverwaltung erfreut sich das neue Stutenseebad großer Beliebtheit. Insbesondere die Wochenendöffnungszeiten seien stark nachgefragt. Das Team des Bades betont demnach, dass auch sehr viele Familien mit Kindern zu den Gästen zählen, weil sie den Nichtschwimmerbereich mit Rutsche sehr schätzen. Zu den Gästen während des regulären Badebetriebs hinzu kommen jeden Monat noch durchschnittlich circa 700 Schülerinnen und Schüler sowie rund 450 Vereinsschwimmer, die das Stutenseebad nutzen.

Bezahlbarer Wohnraum

Der Abriss des alten Bades ist nur ein Baustein für „Mittendrin“, wo bis Ende 2023 – „optimistisch gedacht“ – sowohl öffentlich geförderte „bezahlbare“ Wohnungen als auch Privateigentum entstehen soll. Das Ganze ist übrigens ein Projekt der Karlsruher Volkswohnung, die für „Mittendrin“ rund 40 Millionen Euro veranschlagt hat. Ein weiterer Baustein ist in diesem Zusammenhang die Anlage eines neuen Parkplatzes bei der Blankenlocher Festhalle – der alte wird für das Projekt benötigt. Das Vorhaben ist bereits auf den Weg gebracht. Gut 600 000 Euro investiert die Stadt hierfür.

Neun Gebäud.

Neben dem Abriss des Hallenbades geht die Stadtverwaltung auch mit dem Thema Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Wohnpark Mittendrin“ in die Sitzung kommende Woche. In diesem Zusammenhang macht die Stadt noch einmal deutlich, dass in Stutensee eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum besteht, die aus dem Bestand nicht gedeckt werden kann.

Durch den Wohnpark soll eine innerörtliche Wiedernutzbarmachung von Brachflächen ermöglicht werden. Zu den Wohnungen kommen als Herzstück des Projekts für das neue Quartier ein innovatives Energiekonzept sowie ein offener Platz, der laut Verwaltung für hohe Aufenthaltsqualität und ökologischen Mehrwert sorgen soll. Der Komplex soll planmäßig aus neun Gebäuden bestehen – 100 Mietwohnungen sowie 50 Eigentumswohnungen sind dort geplant.

Neue Erschließung zur Tiefgarage

Die Erschließung des „Wohnpark Mittendrin“ soll im Wesentlichen über das vorhandene Straßennetz erfolgen. Die Zufahrt zu den Tiefgaragen erfordert indes eine neu herzustellende Erschließungsstraße im Norden, macht Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger deutlich. Zur Realisierung sieht die Stadt einen Durchführungsvertrag mit der Volkswohnung vor.

Alles in der Nähe

„Mittendrin“ ist in gewissem Sinn auch Programm. Die künftigen Bewohner haben Stadtbahnhalt, Schulen, Praxen, Hauptstraße, Schwimmbad und die Natur unmittelbar vor ihrer Haustür.

Am Mittwoch, 16. Oktober, findet in der Festhalle Stutensee eine Bürgerinfoveranstaltung zum Projekt „Wohnpark Mittendrin“ statt. Beginn ist 18 Uhr.