Zum Bibbern kalt

Tiefe Temperaturen von Dettenheim bis Pfinztal

Anzeige

Er ist endlich da – und bleibt wohl noch ein bisschen: der Winter. Warme Füße sind bei den frostigen Temperaturen schon ordentlich was wert, denn die klirrende Kälte hält die Gemeinden von Dettenheim bis Pfinztal fest in ihrem Griff. Wer sich nicht ordentlich kleidet, den begleiten draußen neben den obligatorischen weißen Atemwölkchen schlotternde Knie.

Ein weiterer Effekt des kalten Wetters: Die Seen und Weiher in der Region frieren langsam zu. Schlittschuhläufer sollten sich allerdings informieren, welches zugefrorene Gewässer für den Spaß auf Kufen zugelassen ist. Die kalten Temperaturen werden diese Woche wohl noch bleiben.

Das Wetter bleibt erstmal so

„Mit dem Wetter geht es weiter wie bisher“, sagt BNN-Wetterexperte Dominik Jung. Am Tag bleibe es bis Ende der Woche weiterhin frostig. „Erst am Wochenende könnte es wärmer werden, aber das lässt sich noch nicht sicher vorhersagen“, meint Jung.

Am Donnerstag und Freitag könnte sich je nach dem wieder die Sonne gegen den Nebel durchsetzen. Genauso sieht es Diplom-Meteorologe Bernhard Mühr vom Karlsruher Institut für Technologie: „In den kommenden Tagen ist keine nennenswerte Veränderung in Sicht.“

Inversionswetterlage kehrt Verhältnisse um

Aufgrund der Inversionswetterlage sei es auf den Höhen des Schwarzwalds wärmer als in den tiefen Lagen. „Während es an der Hornisgrinde und am Feldberg knapp ein Grad Celsius hat, haben wir nördlich von Karlsruhe minus fünf bis minus sechs Grad Celsius“, erklärt Mühr.

Das merkt man, wenn man in Weingarten am Baggersee steht. Wo im Sommer die Wasserratten und die Sonnenanbeter zu Hunderten die Wiesen bevölkern, sitzen zu Beginn der Woche bei Dauerfrost lediglich ein paar Enten am Wasser rum.

Betreten der Eisfläche in Weingarten verboten

Ferner weisen Schilder daraufhin, dass das „Betreten der Eisfläche verboten“ ist. „Das machen wir schon seit einigen Jahre“, meint Ulrike Gaum, Leiterin des Ordnungsamts in Weingarten. Schließlich wisse man nie, ob die Eisschicht wirklich dick genug ist. „Das kann sehr gefährlich sein, die Eisfläche zu betreten“, sagt Gaum.

Erst Verwarnung, dann Bußgeld

In der Tat, die Enten, die zuvor noch auf der Wiese saßen, verdingen sich nun um ein Eisloch im Wasser. Werden Leute beim Betreten des Sees erwischt, dann gibt es laut Gaum eine mündliche Verwarnung.

„Falls jemand aber ein paar Mal in Erscheinung tritt, dann wird ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro fällig.“ Das sei aber in den vergangenen Jahren noch nicht vorgekommen, meint Gaum.