Die Hornissen haben die Besucher des «Wein-Wander-Tags» ohne erkennbaren Grund attackiert.
In Weingarten ist ein Schwarm Hornissen am Sonntag auf eine Wandergruppe losgegangen. | Foto: Karl-Josef Hildenbrand

13 Verletzte in Weingarten

Nach Hornissen-Attacke: Bereich rund ums Nest wird abgesperrt

Anzeige

Nachdem in Weingarten am Sonntagmittag eine Wandergruppe von einem Schwarm Hornissen angegriffen und verletzt worden ist, bleibt der Bereich rund um das Nest nun weiträumig abgesperrt.

Die Hornissen hätten die Besucher des «Wein-Wander-Tags» am Sonntagnachmittag ohne erkennbaren Grund attackiert. Es sei aber niemand in Lebensgefahr, Kinder wurden nicht verletzt. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. 13 Verletzte mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Den Bereich um das Nest soll nun niemand mehr betreten: Warnschilder sollen auf die Tiere hinweisen, wie der Hornissen-Fachberater des Landratsamts, Thomas Lauber, sagte. Zudem seien Absperrungen geplant.

Eigentlich friedliche Tiere

Warum die Tiere so aggressiv wurden, ist unklar: «Ich gehe davon aus, dass etwas vorgefallen ist», sagte Fachmann Lauber. «Normalerweise sind Hornissen friedliche Tiere.» Das Nest liege im Hohlraum eines Kirschbaums. Möglicherweise sei jemand zu nah an den Baum gekommen oder habe daran gerüttelt. Bei dem «Wein-Wander-Tag» wandern Besucher von Weinstand zu Weinstand.

Der stellvertretende Hauptamtsleiter der Stadt, Patrick Nagel, kündigte am Montag an, dass auch weitere mögliche Stellen in der Nähe auf Nester geprüft werden sollen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

Nest bleibt, wo es ist

Der Hornissenschwarm selbst bleibt aber in seinem Nest: Entfernt werden könne es aufgrund seiner Lage in dem Baum nicht, sagte Lauber. Er gab aber Entwarnung: «Mit den ersten kalten Nächten im Oktober ist das Nest tot.» Dann sterben Drohnen und Arbeiterinnen, wie er sagte, die Jungkönigin überwintert an einem anderen Ort.

(dpa)