200 Menschen gedenken Opfern von Halle bei Mahnwache in Karlsruhe.
Menschen zünden vor der Karlsruher Synagoge Kerzen für die Opfer des Anschlags in Halle an. | Foto: jodo

Nach Anschlag in Halle

200 Menschen gedenken Opfern bei Mahnwache in Karlsruhe

Anzeige

200 Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung der Karlsruher Religionsgemeinschaften zu einer Mahnwache am Donnerstagabend vor der Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde in der Karlsruher Nordstadt.

Solange Rosenberg, Vorstandsmitglied der Gemeinde,  zeigte sich bewegt angesichts der vielen Menschen. „Hier sind alle Religionen untereinander vereint.“ Und Rosenberg angesichts der Morde von Halle weiter: „Wir sitzen alle in einem Boot und müssen aufeinander aufpassen“.

Karlsruhes OB Mentrup zeigt sich tief getroffen

OB Frank Mentrup, von einer Tagung in Nürnberg zurück nach Karlsruhe geeilt, zeigte sich bewegt und in tiefer Verbundenheit mit der Partnerstadt Halle. Was in Halle geschehe, geschehe auch Karlsruhe. Er nannte die Tat eine „geplante Massenhinrichtung mit antisemitischem und rassistischem Hintergrund“.

Mehr zum Thema:
Mahnwache in Pforzheim für Opfer des Synagogen-Anschlags in Halle
Nach Angriff in Halle: Polizisten sichern Pforzheimer Synagoge

Demo gegen rechte Gewalt in Karlsruher Innenstadt

Der evangelische Stadtdekan Thomas Schalla und sein katholischer Amtskollege Hubert Streckert eröffneten und moderierten die kurze Mahnwache, erschienen waren viele Stadträte, aber auch viele junge Menschen. Mit Kerzen in den Händen stand die Menschenmenge schließlich schweigend vor der Synagoge. In der Karlsruher Innenstadt gab es am späten Abend dann noch eine Demonstration für die Opfer rechtsradikaler Gewalt, die von einer Privatperson angemeldet worden war.