Er lässt mit seiner Band „Field Commander C.“ die alten Songs von Leonard Cohen wieder aufleben: Der Karlsruher Regisseur, Produzent, Multikopterpilot und Musiker Rolf Ableiter. | Foto: ww

Hommage an Leonard Cohen

Rolf Ableiter und seine Band „Field Commander C.“

Mit dem Doppelalbum „The Wall“ von Pink Floyd fing alles an. „Das bekam ich 1979 von meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt“. Von diesem Moment an war der damals zwölfjährige Rolf Ableiter vom „Rockmusik-Bazillus“ infiziert. Nach und nach besorgte er sich andere Alben aus den 70ern. „Die 80er interessierten mich musikalisch überhaupt nicht“, sagt er. Dafür hatten es ihm Bands wie Yes oder Krautrock-Ikonen wie Anyone’s Daughter angetan. Als Schüler spielte er dann Gitarre in Pfälzer Bands wie „Illegal“. „Die anderen waren alle ein paar Jahre älter als ich und hörten ununterbrochen Genesis“. Sowas prägt.

Berufsziel: Rockstar

Natürlich hieß das Berufsziel Rockstar, doch irgendwie ließ sich damit nicht genug Geld verdienen. Also gründete Rolf Ableiter die Produktionsfirma „augeohr“ und machte sein (anderes) Hobby Modellflug zum Beruf. Schon 2010 filmte er mit Drohnen aus der Luft („Ich nenne sie aber lieber Multikopter, das Wort finde ich schöner“). Mittlerweile hat er unzählige Filmproduktionen betreut, unter anderem den „terra x“-Zweiteiler „Expedition Deutschland, der 2014 mit dem bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Silent songs

Der Musik blieb er aber stets treu. Auf seinen beiden Alben „Silent songs“ und „Silent songs live“ finden sich neben eigenen Liedern wunderschöne Coverversionen von Rockklassikern wie „Isobel Goudie“ oder „Sebastian“. Und dann kam ihm, kurz nach dem Tod von Leonard Cohen Ende 2016, die Idee zum Projekt „Field Commander C.“. Diese neue, vielköpfige Band ist nichts anderes als eine Hommage an Leonard Cohens Livealbum „Field Commander Cohen“ von der 1979er-Tour.

Hommage an Leonard Cohen

Mit unvergesslichen Songs wie „Lover Lover Lover“, „Bird On The Wire“ oder „So Long, Marianne“ begeben sich Musiker und Zuhörer auf eine einzigartige Zeitreise. „Der Sound dieser Tour war die perfekte Mischung aus dem frühen Folk, etwas Rock und reicher Instrumentierung“, sagt Ableiter, der sein großes Vorbild „leider“ nur ein einziges Mal live erlebt hat – 2010 in der Stuttgarter Schleyerhalle.

Auftritt in Dresden

Beim ausverkauften Auftritt von „Field Commander C.“ neulich in Durlach gab’s Standing Ovations. Wie gefragt die Band ist, zeigt sich daran, dass sie im April 2019 im Kulturpalast Dresden auftritt, auch weitere Konzerte für das kommende Jahr (unter anderem in Rastatt am 18. Januar und in Karlsruhe-Neureut am 19. Januar) sind schon terminiert. Ironie des Schicksals: Früher wollte Ableiter Rockstar werden, da hat es nicht so richtig geklappt. Und jetzt, wo er die Musik eigentlich nur noch als Hobby betreiben wollte, füllt er plötzlich große Hallen. Fast scheint es so, als hätten die vielen Fans von Leonard Cohen nur darauf gewartet, dass endlich jemand diese großartigen alten Sachen wieder aufleben lässt.

 

Zur Person:

Mit seiner Leonard-Cohen-Tributeband „Field Commander C.“ feiert Rolf Ableiter (geboren am 21. Mai 1967 in Landau) im Moment große Erfolge. Hauptberuflich ist er seit 1995 unter anderem als Tontechniker, Musik- und Filmproduzent und als Regisseur tätig. Seine „Multikopteraufnahmen“ sind in vielen Filmen, TV- und Werbeproduktionen zu sehen. Mit seiner Lebensgefährtin lebt er in der Karlsruher Weststadt.