Das Altglas sammelt sich an Stellen, wo früher ein Container war.
Das Altglas sammelt sich an Stellen, wo früher ein Container war. | Foto: tw

Container werden ausgewechselt

Altglas sorgt für Ärger

Die Situation an der „Altglasfront“ ist weiter unbefriedigend. Die BNN hatten in der vergangenen Woche über den holprigen Austausch der Glassammelcontainer berichtet, der durch eine Neuausschreibung beim Dualen System Deutschland (DSD) notwendig geworden ist.

Nach wie vor fehlen an vielen Standorten die Glascontainer, es türmt sich das von den Bürgern dennoch abgestellte Altglas. Der Zeitpunkt, zu dem der Containerwechsel stattfindet, ausgerechnet ab dem 2. Januar, sei denkbar ungünstig gewählt, hieß es bei der Stadt kritisch gegenüber dem Vorgehen der DSD.

Auch die damit beauftragte Mannheimer Firma Knettenbrech & Gurdulic nennt die Terminsetzung von DSD unglücklich, berichtet auch von schwierigen Absprachen mit dem bisherigen Betreiber, hat aber nun die Zahl der Einsatzfahrzeuge noch einmal erhöht. „Gegen Ende der Woche sind 98 Prozent aller Container ausgetauscht“, so Niederlassungsleiter Karl-Heinz Senk. 600 Container stellt die Firma in der Stadt auf. Die Stadt, eigentlich nur Beobachter in dieser Sache, verweist auf ihre Servicenummer 115, bei der Verschmutzungen gemeldet werden können.

Der Containeraustausch ist Folge einer Neuausschreibung durch das Unternehmen
Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland (DSD). Denn es ist dessen Aufgabe, Altglas zur Wiederverwertung des Rohstoffs zu sammeln. Das städtische Amt für Abfallwirtschaft ist
dabei nicht Herr des Verfahrens, sondern quasi „Zuschauer“.

Stellenweise keine Container für Altglas mehr vorhanden

Auf indirekte Weise allerdings sind die Arbeiter des Abfallamts derzeit doch mit dem Containerwechsel beschäftigt. Ausgerechnet jetzt nach der Neujahrsnacht steht nämlich an einzelnen Altglas-Sammelstandorten infolge des Containertauschs momentan gar kein Behältnis. Das beobachtet das Amt etwa am östlichen Rand des Stadtgebiets, wo die Auswechslung der Altglasbehälter ebenfalls begonnen hat. In solchen Fällen rücken Abholtrupps des städtischen Abfallamtes extra aus, um so schnell wie möglich aufzuräumen – im Idealfall, bevor es Scherben gibt, informiert ein Sprecher des Abfallamts auf BNN-Anfrage.

Verzinkte Behältnisse ersetzen die seit etlichen Jahren in Karlsruhe üblichen, weißen Altglascontainer. Boden und Wände der neuen Container sind ausgeschäumt. Eine Dämmmatte im Dachbereich, eine elastischen Einwurfklappe aus Gummi sowie ein „Glasfang“ im Inneren dämpfen den Lärm durch zerspringendes Glas und den Einwurf leerer Flaschen.