Wenn der Gemeinderat der Empfehlung des Stadtteilgremiums am kommenden Dienstag wie erwartet folgt, können in Wolfartsweier chon bald die Bagger anrücken | Foto: Töngi

Ehemaliges Thielicke-Gelände

Am nördlichen Stadtteileingang von Karlsruhe-Wolfartsweier sollen 62 Wohneinheiten gebaut werden

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Der nördliche Stadtteileingang von Wolfartsweier bekommt ein neues Gesicht: Bei der Bebauung des ehemaligen Thielicke-Geländes ist die nächste Hürde übersprungen. Vom Ortschaftsrat Wolfartsweier gab es am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für den Abschluss des Bebauungsplanverfahrens.

Wenn der Gemeinderat der Empfehlung des Stadtteilgremiums am kommenden Dienstag wie erwartet folgt, können schon bald die Bagger anrücken. „Aus städtebaulicher Sicht ist die Bebauung dieser Brache ein zukunftsweisendes Projekt“, betonte Ortsvorsteher Anton Huber bei der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats.

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Deshalb habe es in den vergangenen zweieinhalb Jahren von Seiten der Ortsverwaltung auch keine Einwände gegen das Bauvorhaben gegeben. Durch den Bau von 62 Wohneinheiten – 30 Prozent davon Sozialwohnungen – sowie einer Kindertagesstätte und einer betreuten Wohngemeinschaft für Senioren können laut Huber die Bedürfnisse von sämtlichen Altersgruppen berücksichtigt werden.

Bebauung löst mehrere Probleme

„Dadurch werden in Wolfartsweier mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst“, so Huber. Die Kindertagesstätte „Katze“ platzt schließlich seit längerer Zeit aus allen Nähten, und bislang gibt es in Wolfartsweier noch keine Pflegeplätze für ältere Angehörige.

In den kommenden Monaten will der Bauträger Süba auf der Brache neben der Straßenbahnwendeschleife sieben mehrgeschossige Wohnhäuser sowie eine zweigeschossige Kindertagesstätte errichten.

Die Mehrfachbeauftragung wurde vom Karlsruher Büro SWS Architekten gewonnen. Die Bebauung erfolgt jedoch nach Planung der Werkgemeinschaft Karlsruhe Freie Architekten BDA Kammerer & Stengel Part mbB.

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Ins Rollen gebracht wurde die zeitgemäße Nutzung des ehemaligen Firmengeländes durch Projektentwickler Henrik Kammerer von der Werkgemeinschaft. Zur Verwirklichung seiner Vision hatte Kammerer auch den Verkauf des Firmengeländes an den privaten Investor Süba Bauen und Wohnen Karlsruhe GmbH in die Wege geleitet.