Gegen 22.30 Uhr kam der Bus mit dem KSC-Profis am Wildparkstadion in Karlsruhe an.
Gegen 22.30 Uhr kam der Bus mit den KSC-Profis am Wildparkstadion in Karlsruhe an. | Foto: Trauden

Empfang in Karlsruhe

Situation eskaliert: Fans zünden Bengalos bei Ankunft des KSC am Wildparkstadion

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Nach dem direkten Klassenerhalt in der Zweiten Liga haben zahlreiche KSC-Fans ihrer Mannschaft am Sonntagabend einen Empfang vor dem Wildparkstadion in Karlsruhe bereitet. Zwischenzeitlich artete die Situation jedoch etwas aus.

Der Mannschaftsbus, der direkt vom 2:1-Auswärtserfolg aus Fürth kam, erreichte den Adenauerring gegen 22.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich einige hundert Anhänger dort versammelt.

Von Abständen in der Corona-Krise war allerdings keine Rede mehr: KSC-Fans klopften gegen die Frontscheibe des Busses und Bengalos wurden gezündet.


Die Polizei war nicht sonderlich stark vertreten, allerdings waren auch Ordner des KSC im Einsatz. Ob das Verhalten der Fans Konsequenzen haben wird, darüber werden wir in den nächsten Tagen berichten.

Große Freude über Klassenerhalt bei KSC-Fans

„Man kann nur stolz sein, dass die Mannschaft den Klassenerhalt direkt geschafft hat. Die Relegation wäre kritisch gewesen“, hatte der 24-jährige Kai geraume Zeit vor der Ankunft des Mannschaftsbusses erzählt. Der 50 Jahre alte Markus sagte: „Die Leiden der letzten Jahre haben sich gelohnt. Wir haben viele Tränen geweint, heute sind es Freudentränen.“

Auch Peter hat während des großen Finales gegen Fürth mitgefiebert: „Nach einer Minute war die Moral auf Null. Umso größer war die Freude, dass sie es am Ende dann doch noch geschafft haben.“

KSC-Fan Jürgen Günther ergänzte: „Das war ein Tag, an dem man nicht mehr dran geglaubt hat, dass es noch klappt. Es ist eine gefühlte Meisterschaft.“

Der elfjährige Maximilian war sogar extra mit seinem Vater aus Flehingen nach Karlsruhe gekommen, um seine Lieblingsmannschaft zu feiern. Er spielt selbst Fußball. Gerechnet habe er nicht mehr mit dem direkten Klassenerhalt.

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Hinweis der Redaktion
In einer früheren Version dieses Artikels stand, die Situation sei „eskaliert“. Dieser Begriff bezog sich auf die nicht eingehaltenen Mindestabstände und die große Ansammlung an Menschen in der Corona-Krise – gerade vor dem Hintergrund, dass die Zahlen in der Region aktuell mitunter stark ansteigen. Es war nicht die Absicht des Autoren, die Freude der Fans in Richtung einer Gewalttätigkeit zu rücken. jus