Jubel nach Tor zum 0:1 fuer den KSC die Spioeler feiern Torschuetze Manuel Stiefler (KSC). re: David Pisot (KSC).
Jubel nach Tor zum 0:1 fuer den KSC die Spioeler feiern Torschuetze Manuel Stiefler (KSC). re: David Pisot (KSC). | Foto: GES

Stillstand, Schweigen, Sieg

Aufgabe gelöst – KSC klettert auf Platz zwei

Anzeige

Eine lösbare Aufgabe hatte KSC-Stürmer Saliou Sané für den Karlsruher SC bei der SG Sonnenhof Großaspach erwartet. Platz zwei hatten die Karlsruher im „kleinen Derby“ gegen die Württemberger im Blick. Leicht wurde die Aufgabe zwar nicht, aber die KSC-Mannschaft sicherte sich mit dem 2:1(1:0) trotz nochmaligem Zittern am Ende die drei Punkte.

Stillstand

Marvin Wanitzek war nach seiner Gelbsperre wieder zurück in der Startelf, Alexander Groiß fehlte weiter angeschlagen. So musste nur Janis Hanek zurück auf die Bank, während Burak Camoglu erneut von Beginn an auf dem Rasen stand.

Stehen war auch in der ersten Minute das Stichwort. Als Protestaktion der Drittligisten gegen den vierten Absteiger standen die Mannschaften nach dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“, begleitet von „Fußballhasser DFB“-Rufen der Anhänger, eine Minute still.

Stille Halbzeit

Im Anschluss schwiegen die Fans dann aus Protest gegen Montagsspiele und einen besseren Dialog mit DFB und DFL. Als Marvin Pourie nach Flanke von Damian Roßbach (3.) jedoch völlig frei zum Kopfball kam, gab es ein Raunen im Rund. Für Kevin Broll im Tor der SG aber kein Problem.

Schiedsrichterglück

Wenig später verfehlte Manuel Stiefler (4.) mit seinem Schuss das Tor. Auf der Gegenseite haderten die Gastgeber mit einer Schiedsrichterentscheidung, als David Pisot Jonas Meiser im Strafraum foulte, aber kein Elfmeter-Pfiff ertönte.

In dem von Beginn an munteren Spiel, hatten die gut verteidigenden Karlsruher mehr Zug zum Tor. Die nächste Chance kam nach Freistoß von Marc Lorenz, den Roßbach (10.) knapp verpasste. Großaspach war dagegen noch nicht wirklich im Spiel. Dagegen war es erneut der Schiedsrichter, der bei zwei, drei Aktionen in der Großaspacher Kritik stand.

SG wird besser

Nach 14 Minuten kam dann auch die erste Möglichkeit für den Dorfclub. Sebastian Bösel tankte sich durch und kam zum Abschluss. Das Leder flog aber am Tor von Benjamin Uphoff vorbei. Die nächste hatte dann Jonas Meiser (18.), traf aber die Kugel nicht gut.

Die SG war nun gut im Spiel und kam bald durch den nächsten Standard vors Tor. Korbinian Burger scheiterte jedoch mit dem Freistoß an Daniel Gordon, der klärte.

Die beste Möglichkeit im Spiel hatte jedoch Camoglu (21.), der den Ball von der Torauslinie vors Tor spitzelte und es nur knapp verfehlte.

Ausgeglichen und sehr hitzig

Da es auf dem Rasen hitziger wurde, unterbrachen auch die Fans ihr Schweigegelübde. So wurden Entscheidungen des Schiedsrichterteams mit Pfiffen begleitet und angefeuert. Die KSC-Fans befanden es als nicht richtig, dass Großaspach zu zwei Ecken kam, die allerdings zu keinem Tor führten.

Schiedsrichter Wolfgang Haslberger musste gut aufpassen bei den vielen Nickligkeiten und Diskussionen. Die Teams schenkten sich nichts und der KSC war in der Defensive gefordert. Denn nach schnellem Konter verhinderte Uphoff vor Philipp Hercher (28.) das Gegentor.

Tor durch Stiefler

Nun waren wieder die Karlsruher am Drücker und nach Ecke von Wanitzek köpfte Daniel Gordon (33.) den Ball knapp über das SG-Tor.

Wenig später sollte das Tor aber fallen. Manuel Stiefler (34.) nutzte nach Flanke von Camoglu aus, dass die Gastgeber sich gegenseitig behinderten und schob zur Führung des KSC ein.

KSC vergibt Elfmeter

Im Anschluss kämpften beide Mannschaften weiter hart und es folgte die Chance für den KSC. Haslberger entschied auf Handelfmeter und Anton Fink (45.) trat an, aber scheiterte an Schlussmann Broll. Auch die anschließende Ecke brachte nichts ein.

Dagegen hatte Großaspach noch die Möglichkeit auf den Ausgleich. Jamil Dehms (45.+2) Kopfball wurde von Uphoff gerade noch geklärt. So ging es nach einer recht ausgeglichenen ersten Hälfte mit der 1:0-Führung des KSC in die Pause.

Lauter Support

Nach dem Seitenwechsel war der Support von den Rängen wieder lautstark da. Die SG mit der schwächsten Offensive der Liga tat sich weiter schwer gegen die starke Defensive der Gäste. Der Dorfclub stand aber hoch und eröffnete den Karlsruhern mehr Räume.

KSC in Überzahl

Noch mehr Platz gab es für den KSC dann ab der 52. Minute, als Haslberger den Großaspacher Meiser mit gelb-rot vom Platz schickte. Eine harte Entscheidung für die Gastgeber, die nun in Unterzahl agieren mussten.

So folgte dann auch die nächste Möglichkeit für den KSC. Keeper Broll rettete aber erneut seine Großaspacher, als Stürmer Pourie (58.) aufs Tor abzog. Auch die nachfolgende Ecke konnten die Hausherren entschärfen.

Pourie trifft

Dann fiel bald das zweite Tor. Nach langem Ball von Gordon, brachte Stiefler das Leder zu Pourie (64.), der unhaltbar für Broll zum 2:0 einschieben konnte.

Und sofort nach Wiederanpfiff hätte auch das dritte Tor fallen können. Lorenz scheiterte haarscharf an Broll. Bösel (69.) dagegen legte einen Freistoß nur knapp am Pfosten des KSC-Tors vorbei.

Anschluss fällt

Hatten die Karlsruher das Spiel im griff, so kam der Sonnenhof-Trupp durch ein Standard-Tor zum Anschluss. Shqiprim Binakaj (71.) nutzte den zu kurz geklärten Ball von Uphoff und schob zum 2:1 ein.

Nun hieß es vorsichtig sein auf Seiten des KSC. Großaspach drängte zu zehnt auf den Ausgleich. Statt den Sack zuzumachen, ließ der KSC Großaspach auch vors Tor kommen.

Zittern am Ende

Acht Minuten vor Schluss durfte auch Saliou Sané gegen seinen Ex-Club ran. Im Fokus stand jedoch die Karlsruher Abwehr, die in den letzten Minuten gefragt war. Großaspach kämpfte, während vom KSC nicht mehr viel zu sehen war.

Erst zwei Minuten vor Schluss vergab Kyoung-Rok Choi die Chance der Karlsruher, als er knapp neben das Tor schoss und auch Sane (90.) war glücklos. Für ihren Kampf belohnten sich auch die Gastgeber nicht. So blieb es am Ende beim 2:1 trotz stark kämpfender Hausherren.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Lorenz, Stiefler, Wanitzek, Camoglu (82. Choi), Fink (90.+2 Kobald), Pourié (82. Sané).