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Einfach mal das Auto stehen lassen - gar nicht so einfach. | Foto: Jörg Donecker

Klimafasten in Karlsruhe

Auto? Fast(en)!

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Februar, Fastenzeit. Da versuchen es viele noch, hoch motiviert. Manche halten tatsächlich bis Ostern durch. Man verzichtet auf Fleisch, Alkohol oder Süßes – manche auch auf das Auto. Der klimafreundliche Verzicht auf des Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel wird Karlsruhern vom hiesigen Verkehrsverbund schmackhaft gemacht: Umdenken und Umsteigen, so lautet das Motto – 25 Euro kostet das Ticket für eine Woche Bahn fahren.

Umdenken und Umsteigen

Eine Woche? Pah! Machen wir doch gleich nen ganzen Monat draus, denkt sich die umweltbewusste Berufspendlerin. Einmal umsteigen, dann noch zehn Minütchen durch die frische Morgenluft bis ins Büro spazieren, das ist machbar.

Gedacht, getan. Das Auto wird an möglichst optimaler Stelle abgestellt, zugegeben nicht so einfach in manchen Teilen der Fächerstadt. Nach gewohnt langer, viertelstündlicher Parkplatzsuche ist eine Lücke gefunden. Eine gute. Nicht weit von der Haustür entfernt, nicht unterm Baum, und vor allem: nicht im Halteverbot. Perfekt. Aussteigen, Umdrehen, Umsteigen.

Das abgestellte Auto ringt um Aufmerksamkeit

Eine Woche lang geht alles gut. Dann klingelt es eines kalten, frühen Morgens an der Tür: Ach du Schreck, die Polizei! „Ihr Auto steht im Halteverbot“, sagt die freundliche Beamtin. Erleichterung. Dann Verwunderung. Der Auto-Aufenthalt war doch so gut geplant gewesen. Wie hat sich denn da ein Halteverbot einschleichen können? Es hilft nichts, die Polizei steht ja noch da.

Also Umdenken: Schnell in die warmen Stiefel geschlüpft, einen Pulli über den Schlafanzug gestülpt, Jacke, Mütze, Autoschlüssel – und los auf die Straße. Da steht eine kleine Mannschaft Gerüstbauer neben dem doch so gut ausgesuchten Parkplatz. Das Parkverbotsschild steht auch da, seit vorgestern, sagen sie. Umdenken, Umparken. Um die Ecke ist was frei. Dem Auto geht’s ansonsten gut – bis auf den Vogelmist auf dem Lack. Na dann schnell mal in die Waschanlage fahren! Und danach zur Arbeit, für die Bahn reicht jetzt die Zeit nicht mehr. Umdenken und Umsteigen.

Das mit dem Autofasten klappt super – fast.