Die Sanierung der Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth ist um weitere fast zwei Monate nach hinten verschoben worden. | Foto: Fabry

Probleme mit der Probeplatte

Baubeginn erst Ende Oktober: Rheinbrücken-Sanierung verschiebt sich erneut

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Die Sanierung der Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth verzögert sich um weitere zwei Monate. Das hat das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) in einer Informationsveranstaltung am Mittwochmorgen bekannt gegeben.

Auch der zweite Versuch, eine den Ansprüchen gerecht werdende Probeplatte herzustellen, sei gescheitert. Nun soll der dritte Versuch auf Ende September angesetzt werden. Klappt es diesmal, könnte einen Monat später – Ende Oktober – mit den richtigen Bauarbeiten begonnen werden.

Weiterer Optimierungsbedarf

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Juli losgehen und 14 Monate andauern. Dann stellte das RP jedoch „Optimierungsbedarf“ bei der Betonmischung und dem Einbau fest. Ergeben hatte die Mängel ein Vorversuch mit einer 20 Quadratmeter großen Betonplatte.

Einladung zum Informationstermin ließ Verzögerung vermuten

Mit dem Auftrag, das Ganze noch einmal zu überarbeiten, stellten die beauftragten Firmen ab Ende Juli eine zweite Musterplatte her. Eine Probeplatte sollte eigentlich im Verlauf dieser Woche angebracht werden, die Arbeiten hätten dann Anfang September beginnen können. Die Einladung des RP zum Informationstermin am Mittwoch ließ bereits Ende vergangener Woche vermuten, dass auch der zweite Versuch nicht den Ansprüchen genügte.

Am Mittwoch also die Bestätigung: Die Platte habe sich zwar deutlich verbessert, die geforderte Einbauqualität aber dennoch nicht erreicht. Eine dritte Musterplatte soll also nun hergestellt und die Probeplatte Ende September betoniert werden.

Die Probeplatte für den Test des Betons zur Rheinbrückenertüchtigung erklärt Walter Katzik (Regierungspräsidium). | Foto: Kuld | Foto: Kuld

Bauende soll eingehalten werden

Das ursprünglich angestrebte Bauende im Dezember 2019 will das RP dennoch einhalten, da durch die Verzögerung nun entgegen des ursprünglichen Bauzeitenplans auch im Januar und Februar des kommenden Jahres gebaut werden soll.

Das Verfahren zur Betonmischung von „ultrahochfestem Beton“ ist hierzulande noch nicht üblich. Deshalb will der Bauherr – der Bund, vertreten durch das RP –, dass Muster hergestellt werden. Die bisherigen beiden Muster waren nicht auskömmlich. Jetzt soll eine weitere Musterfläche produziert werden, der dann eine 200 Quadratmeter große Probeplatte folgen soll. Das soll Ende Sepember erfolgen. Die Platte muss danach aushärten, so dass Ende Oktober die ersten Eingriffe in den Verkehr auf der Brücke erfolgen können.

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