"Leitlöwe": PSK-Spielmacher Richard Williams. | Foto: GES

Lions in Chemnitz erfolgreich

Bescherung in letzter Sekunde

Die PSK Lions haben sich selbst  beschert: Der Basketball-Zweitligist gewann am Samstagabend bei den Niners Chemnitz mit 85:84 – dank eines Dreiers von Orlando Parker in letzter Sekunde. Damit feiert der Aufsteiger Weihnachten als Fünfter und klarer Play-off-Anwärter. Das Team von Michael Mai war in einem temporeichen Spiel nach der Pause von Chemnitz phasenweise überlaufen worden, fing sich aber im Schlussviertel und drehte die Partie.

Jarelle Reischel kam vom US-College und trumpfte in der Zweiten Liga bislang groß auf. | Foto: GES

Am 27. Dezember Köln Gast in der Europahalle

Weiter geht es für die Lions schon 27. Dezember  mit dem zweiten Heimspiel in der Europahalle. Gast in der nur für die PSK-Korbjäger geöffneten Arena, aus Brandschutzgründen ja eigentlich für Veranstaltungen gesperrt, sind dann die RheinStars Köln. Das Hinrunden-Spiel hatten die Lions klar verloren. Insgesamt lief es aber für die PSK-Korbjäger: 10 Siege und 5 Niederlagen – so lautet die beachtliche Bilanz zu Weihnachten.

Erstaunliches Comeback: Bis Saisonende tragen die Lions ihre Heimspiele in der Europahalle aus.

Mit einem weiteren Sieg über Köln könnten die Lions ein – wieder einmal – sehr erfolgreiches Jahr krönen. Der Aufstieg in die Zweite Liga Pro A war für den Club aus dem Süden der Stadt der  vierte Aufstieg seit der Saison 2012/13.  Mit dem Sprung in die zweithöchste Spielklasse vollzog sich auch ein Machtwechsel: Die Lions sind seither die unumstrittene Nummer eins im Karlsruher Basketball, nachdem sich der frühere Platzhirsch BG Karlsruhe in der gemeinsamen Drittliga-Saison noch auf Augenhöhe wähnen durfte.

Die neue Nummer eins

Für den früheren Bundesligisten kam es aber knüppeldick, als die Liga der BG die Drittliga-Lizenz für die Saison 2017/18 nicht mehr gewährte. Da die BG als GmbH kein Spielrecht in der Regionalliga erhalten konnte, wurde eine Kooperation mit BAC Hockenheim eingegangen. Als BG Eisbären geht der Club nun in der Ersten Regionalliga auf Punktejagd – allerdings weitgehend erfolglos: Nach 13 Spielen stehen vier Punkte auf dem Konto. So wenig Zähler sammelten auch die KIT SC Gequos, die von Lizenzverweigerungen profitierten und in die Dritte Liga Pro B als Nachrücker aufstiegen. Dort stehen die Gequos zur Weihnachtspause am Tabellenende.

Neue Halle bis Ende 2018

Viel rosiger sieht es bei den ambitionierten Lions aus – die perspektivisch durchaus an die Erste Liga denken. Momentan aber bietet die Sportstadt Karlsruhe aber nicht einmal eine Halle, die Zweitliga-Anforderungen im Basketball genügt. Nach dem gescheiterten Vorhaben einer Leichtbauhalle auf dem ehemaligen Gelände des VfB Südstadt hing für den Aufsteiger zwischenzeitlich die Lizenz am seidenen Faden. Schließlich entschied die Stadt, die Europahalle mit einer Ausnahmegenehmigung für Heimspiele ab Mitte Dezember zu öffnen. Die Liga wiederum erlaubte dann als Übergangslösung Partien im ehemaligen „Löwenkäfig“, der List-Halle. Als erste Lösung des Hallen-Dilemmas plant die Stadt nun eine Arena in Systembauweise nahe der Europahalle an der Ecke Steinhäuserstraße/Hermann-Veit-Straße mit einer Kapazität von 1500 Zuschauern. Ende des kommenden Jahres soll die Halle fertig und dann eben auch für die Lions nutzbar sein.