Momentan steht sie leer – schon bald aber soll sich die ehemalige „Para“ wieder mit Leben füllen. Der Investor plant eine Pflege-Immobilie. | Foto: Sandbiller

Gespräch mit Investor

Betreutes Wohnen in der Paracelsus-Klinik

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Der Karlsruher Investor Afrim Bajrami hat die leer stehende Durlacher Paracelsus-Klinik gekauft. „Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren“, erklärt Bajrami auf Anfrage der BNN. Aus dem Gebäude soll nach Angaben des Entwicklers eine Pflege-Immobilie mit betreutem Wohnen entstehen.

Da das Markgrafenstift mit der „Para“ räumlich verbunden sei, könnten hier gut „Synergien geschaffen werden“, so der Geschäftsführer der Immoba Wohnen GmbH. Mit dem Umbau des Gebäudes werde voraussichtlich im Januar 2019 begonnen. „Der Bauantrag ist eingereicht“, sagt Bajrami. Bei dem in die Jahre gekommenen Krankenhaus sei einiges zu tun. 1971 wurde das Haus als „Richt-Krankenhaus“ eröffnet. Damals machte es auch wegen seiner Bauweise als sogenanntes Terrassen-Krankenhaus Schlagzeilen.

Alles hat gepasst

Bajrami sieht in dem Gebäude in der Raiherwiesenstraße großes Potenzial. „Lage, Geschichte, alles hat gepasst“, so Bajrami. Der Karlsruher Investor hat die ehemalige Klinik für rund 6,5 Millionen Euro von der in Osnabrück ansässigen Paracelsus-Gruppe erworben. Der Konzern hatte Ende vergangenen Jahres einen Insolvenzantrag in Eigenverantwortung gestellt. Ende Februar schloss das Durlacher Krankenhaus endgültig seine Pforten. Die Schlüsselübergabe wird nun laut Bajrami in der kommenden Woche erfolgen.

Laut Baubürgermeister Michael Obert steht einer Nutzung als Pflege-Immobilie nichts im Weg. „Genauso gut wäre an diesem Standort auch eine Wohnimmobilie denkbar“, so Obert. Der Investor sei bislang noch nicht auf die Stadt zugekommen. Der Bebauungsplan sehe die derzeitige Terrassenbauweise vor. Dieser sei aber nicht unumstößlich. Für den Investor sei es auch möglich, einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ zu erstellen, so Obert.

Obert rechnet mit Zustimmung aus der Bevölkerung

Der Baubürgermeister rechnet mit Zustimmung aus der Bevölkerung zu dem Vorhaben. „Hier wird ja keine grüne Wiese bebaut“, so Obert. Natürlich hätten die Durlacher am liebsten das Krankenhaus behalten, aber das sei wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen.