Weihnachtsgeld
Am Black Friday werden erwartungsgemäß auch viele Karlsruher auf Shoppingtour gehen. | Foto: Daniel Bockwoldt/Illustration

Start ins Weihnachtsgeschäft

Black Friday in Karlsruhe: Fragen und Antworten zur großen Rabattschlacht

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Am Freitag nach dem US-amerikanischen Feiertag Thanksgiving wird in den USA traditionell mit dem Black Friday das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. An diesem „schwarzen Freitag“ locken Unternehmen ihre Kunden mit mächtigen Rabatten in die Läden. Der Trend um den Black Friday ist seit einigen Jahren auch in Karlsruhe angekommen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Auch am kommenden Black Friday, am 23. November, sind wieder viele Karlsruher Geschäfte bei der Rabattschlacht dabei. Die Bandbreite der Läden, die beim Black Friday mitmachen, reicht dabei vom Einkaufszentrum bis zum Supermarkt.

Doch wo locken die größten Schnäppchen und wo droht Abzocke? Wie kam der Black Friday überhaupt nach Deutschland? Und für wen lohnt sich der Black Friday besonders? Sechs Fragen und Antworten zur Schnäppchenjagd am „schwarzen Freitag“:

1. Warum heißt der Black Friday so?

Mit dem „Schwarzen Freitag“ an der Börse, an dem die Kurse ins Bodenlose absackten, hat der Name „Black Friday“ nichts zu tun. Ursprünglich stammt der Black Friday wahrscheinlich aus Philadelphia in den USA. Um die Entstehung des Begriffes ranken sich einige Legenden. Eine solche besagt, dass es den Händlern dort 1961 gelang, so viele Kunden mit Rabatten in die Innenstadt zu locken, dass die Polizei diese nur als eine einzige schwarze Masse wahrnahm. Einer anderen gängigen Theorie zufolge heißt der Black Friday so, weil die Verkäufer an diesem Tag vom vielen Geld-Zählen schwarze Hände bekommen. Denkbar wäre auch, dass der „schwarze Freitag“ so heißt, weil Unternehmen hier die ersten schwarzen Zahlen im Weihnachtsgeschäft schreiben.

2. Wie kam der Black Friday nach Deutschland?

Die Rabattschlacht am Black Friday jährt sich in Deutschland in diesem Jahr zum 12. Mal. Vor zwölf Jahren, also 2006, wurde das Konzept vom Tech-Riesen Apple nach Deutschland importiert, um so die Verkäufe des iPods anzukurbeln. In den kommenden Jahren wurde das Konzept auch bei anderen Geschäften und Online-Shops zunehmend beliebter.

3. Wie viel kann man am Black Friday tatsächlich sparen?

Märchenhafte Rabattversprechen von „bis zu 90 Prozent“ klingen nicht nur zu gut, um wahr zu sein, sie sind es oft leider auch. Alle Jahre wieder warnen Verbraucherschützer die Schnäppchenjäger vor Täuschungsmanövern einzelner Händler am Black Friday. Eine tatsächliche Ersparnis von 90 Prozent ist demnach wenig realistisch. Das Verbraucherforum „mydealz.de“ hat die Black-Friday-Angebote der vergangenen fünf Jahre analysiert und kam zu dem Schluss, dass Käufer tatsächlich im Schnitt 39,6 Prozent sparen und keine 90 Prozent. Geworben wird mit den 90 Prozent Preisnachlass deswegen, weil Händler oft auf einen kleinen Trick zurückgreifen: Sie geben bei ihren Angeboten die Differenz zur „Unverbindlichen Preisempfehlung“ an. Der tatsächliche Marktpreis der Produkte ist jedoch fast immer deutlich niedriger und der wirkliche Rabatt somit ebenfalls.

4. Was ist der „Cyber Monday“?

Wenn über den Black Friday gesprochen wird, wird seit einigen Jahren im selben Atemzug auch der sogenannte Cyber Monday genannt. Dabei handelt es sich um den Montag, der auf den Black Friday folgt. An diesem Tag verlagert sich die Schnäppchenjagd verstärkt ins Internet und vor allem Online-Shops senken ihre Preise.

5. Für wen lohnt sich der Black Friday überhaupt?

Auf den ersten Blick scheinen vor allem die Verbraucher durch scheinbar massive Preissenkungen vom Black Friday zu profitieren. Doch auf der Gewinnerseite stehen auch die Verkäufer. Der Handelsverband Deutschland geht davon aus, dass Händler in den vier Tagen ab Black Friday bis zum Cyber Monday bis zu 2,4 Millionen Euro umsetzen werden. Einer Studie von „Gutscheinsammler“ und „Mydealz“ zufolge soll die Nachfrage durch die viertägige Rabattschlacht sogar um sagenhafte 173 Prozent ansteigen.

Grafik: Gutscheinsammler.de | Foto: Gutscheinsammler.de

 

6. Wie können sich Kunden vor Abzocke schützen?

Zwischen den vielen Angeboten verstecken sich oft auch Mogelpackungen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gibt auch in diesem Jahr wieder Tipps, wie sich Verbraucher vor Abzocke schützen können. Demnach sollten Schnäppchenjäger trotz verlockender Rabattangebote Preise vergleichen, beispielsweise in Preissuchmaschinen. Außerdem rät die Verbraucherzentrale Käufern dazu, Ruhe zu bewahren. Selbst dann, wenn bei manchen Online-Angeboten Countdown-Zähler oder ablaufende Balken, die die kleiner werdenden Lagerbestände anzeigen sollen, zur Eile antreiben.

7. Wer shoppt eigentlich am meisten?

Am Black Friday shoppen nach einer Statistik von „Gutscheinsammler.de“ mehr Männer als Frauen. Auch kaufen Männer der Statistik zufolge am liebsten morgens ein, während die Kauflust der Frauen im Tagesverlauf relativ gleich bleibt.

Foto: Gutscheinsammler.de

Mit einer gewissen Vorsicht beim Schnäppchenkauf dürften die Badener jedoch auch in diesem Jahr gut durch den Black Friday und den darauf folgenden Cyber Monday kommen. Möglicherweise lässt sich bei dieser Gelegenheit sogar das ein oder andere frühe Weihnachtsgeschenk ergattern.