Die Polizei ermittelt nach dem Tötungsdelikt.
Verbrechen aufgeklärt: Der Täter ist vermutlich der Sohn. | Foto: Kampf

Richter erlässt Haftbefehl

Bluttat im Karlsruher Stadtteil Oberreut: Sohn unter dringendem Tatverdacht

Nach dem Gewaltverbrechen an einer 64-jährigen Frau im Karlsruher Stadtteil Oberreut hat die Justiz einen Haftbefehl gegen den Sohn des Opfers erlassen.  Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe sind damit bei der Aufklärung der Bluttat wohl den entscheidenden Schritt vorangekommen. Ein dringender Tatverdacht habe sich aufgrund der weiteren Ermittlungen gegen den 40-jährigen Sohn der Getöteten ergeben, hieß es in einer Pressemitteilung am Vormittag.

Kurz nach der Bluttat festgenommen

Der Sohn war bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Tat noch in Tatortnähe durch Polizeibeamte vorläufig festgenommen worden. „Der zunächst vage Verdacht ließ sich allerdings erst im Laufe der weiteren Ermittlungen erhärten, so dass inzwischen ein dringender Tatverdacht besteht“, berichten die Fahnder. Was die Kriminalbeamten gegen den 40-Jährigen in der Hand haben, geht aus der Mitteilung nicht hervor.   Der Haftrichter beim Amtsgericht Karlsruhe sieht den dringenden Tatverdacht als begründet an, andernfalls hätte er den Haftbefehl nicht erlassen.

Streit schon während der Nacht

Offenbar war es bereits in den Nachtstunden auf Mittwoch zu einem Streit zwischen der allein lebenden Frau und ihrem Sohn gekommen, berichtete die Kripo. Im weiteren Verlauf habe er schließlich seine Mutter angegriffen und tödlich verletzt. Nachbarn hatten gegen 10.15 Uhr Hilfeschreie aus der Wohnung gehört und die Behörden alarmiert. Zur Spurensuche in der Umgebung des Tatorts waren Beamte der Bereitschaftspolizei aus Bruchsal nach Karlsruhe beordert worden.

Verdächtger bestreitet Tatbeteiligung

Der Tatverdächtige hat die Tatbegehung bislang bestritten. Das Ergebnis einer im Laufe des Mittwochs anberaumten Obduktion des Opfers steht noch aus.