Cornelia Funke in der Ausstellung "Zauberwelten" in der Jungen Kunsthalle Karlsruhe vor ihrem Werk "Saum des Himmels" von 2016. | Foto: Deck

Cornelia Funke in Karlsruhe

Starautorin zeigt sich „beglückt“

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„Beglückend.“ Das war das erste, was Bestsellerautorin Cornelia Funke bei einem Pressetermin über die ihrem Schaffen gewidmete Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe sagte. Dort sind in der Jungen Kunsthalle unter dem Titel „Zauberwelten“ Illustrationen zu ihren international erfolgreichen Buchreihen „Tintenwelt“ und „Reckless“ zu sehen, ebenso wie zu ihren Büchern „Lilli und Flosse“ oder „Drachenreiter“.

Erzählkünstlerin liest in Kunsthalle

Nun ist die seit zwölf Jahren in Kalifornien lebende Autorin selbst zu Gast in Karlsruhe, zu insgesamt drei Lesungen – in der Kunsthalle und im Badischen Staatstheater (bereits ausverkauft).
Das Gastspiel in Karlsruhe steht im Zentrum eines kurzen Europabesuchs der Erzählkünstlerin, der in ihrer einstigen Wahlheimat Hamburg begann und nach Karlsruhe direkt nach London führt, wo die gerade erschienene englische Ausgabe ihrer „Drachenreiter“-Fortsetzung „Die Feder eines Greifs“ von der britischen Kette „Waterstones“ als „Buch des Monats“ präsentiert wird.

Fortsetzung per „Zufall“

Zu diesem Buch kam es eher zufällig, wie Funke gestern verriet: Weil sie mit einer multimedialen App zur „Reckless“-Reihe sehr zufrieden gewesen sei, habe sie so etwas auch mit einem Buch für ein jüngeres Publikum erstellen wollen, erzählte sie. „Die Entscheidung fiel auf ,Drachenreiter‘, und da habe ich so oft mit allen Beteiligten über das Buch sprechen müssen, dass ich Lust bekommen habe, die Geschichte weiterzuerzählen.“ Dass seit dem ersten Buch 19 Jahre vergangen waren, sei kein Hindernis gewesen: „Es war, als ob man nach langer Zeit in ein Haus zurückkehrt und alle Leute dort sofort wiedererkennt.“
Üblicherweise arbeitet Funke an drei bis vier Projekten gleichzeitig. „Man will ja auch nicht jeden Tag dasselbe essen“, erklärte sie. Priorität habe derzeit der vierte „Reckless“-Band, an den Wochenenden stehen andere Projekte an, zum Beispiel eine Fortsetzung von „Tintenherz“ mit dem Titel „Die Farbe der Rache“.

Besonders freut sie an der Karlsruher Ausstellung, dass hier erstmals in einem Museum ihre großformatigen Ölgemälde zu sehen sind. Zum Beispiel ein Zentaur, der erst über die Arbeit am Bild zur Figur in einer Geschichte wurde. Seit sie wieder handschriftlich schreibe, so Funke, entwickele sie viele Figuren zunächst aus Skizzen.