Tüten mit Lebensmitteln für Bedürftige hängen an einem Zaun am Durlacher Bahnhof. | Foto: Tanja Mori Monteiro

Für Obdachlose und Bedürftige

Wo es in Karlsruhe, Rastatt und Pforzheim Gabenzäune als Hilfe in der Corona-Krise gibt

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Für Obdachlose und Bedürftige hat sich der Alltag durch die Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen deutlich verändert. Die Mehrzahl der Tafeln musste aufgrund der aktuellen Situation schließen. Zahlreiche Facebook-Gruppen organisieren dafür Gabenzäune oder Gabenplätze, an denen Geschenk für Bedürftige angehängt oder abgelegt werden können.

Die Facebook-Gruppe „100% Karlsruhe hilft den Obdachlosen und Armen“ organisiert neben dem Gabenzaun am Durlacher Bahnhof in der Raiherwiesenstraße weitere Gabenzäune in Karlsruhe und einen in Rastatt. An allen Standorten können Lebensmittel in Tüten, Kleider oder Hygieneartikel verschenkt werden.

Durch die eigens angefertigte Schilder werden an jedem Gabenzaun Regeln festgelegt, an die sich Helfer und Bedürftige halten sollen. Daniel Franz aka „Ying Yang Franz“, ein Helfer der Gruppe, erklärt: „Wichtig zu erwähnen ist, dass wir keine Spenden annehmen dürfen. Was wir annehmen dürfen sind Schenkungen. Wir verfahren nur auf Basis von Schenkungen.“

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Gabenzaun-Standorte, die von Facebook-Gruppe betreut werden

  • Am Zaun des Bolzplatzes in der Hohenzollernstraße in Karlsruhe-Beiertheim gegenüber vom Aldi haben die Helfer eine Bedarfsliste ausgehängt. Privatpersonen können dort spontan oder anhand der Liste Lebensmittel, Hygieneartikel oder Kleidung anhängen.
  • Am Werderplatz in der Karlsruher Südstadt und am Lidellplatz in der Markgrafenstraße wurden ebenfalls zwei Zäune errichtet.
  • Auch am Basketballplatz in der Ostendstraße 19 in Karlsruhe-Oberreut können ab sofort Lebensmittel gehängt werden.
  • In Rastatt betreut die Gruppe bisher nur den Gabenzaun in der Carl Friedrichstraße 11.
Helfer habe Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren am Gabenzaun in Rastatt abgelegt. | Foto: Daniel Franz

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Gabenwand an der Haltestelle Kühler Krug

Die Gabenwand in der Unterführung Kühler Krug in der Wichernstraße in Karlsruhe betreut die Gruppe „Karlsruhe West Hilft Bedürftigen“. Die Facebook-Gruppe hat sich am 28. März gegründet und besteht mittlerweile aus rund 60 Mitgliedern. Auch in der Unterführung weist ein Schild auf die Regeln der Gabenwand hin.

Kleiderspenden sind hier nicht erlaubt. Stattdessen können Spender Lebensmittel und Hygieneartikel in beschrifteten Plastiktüten an die angebrachten Hacken hängen. Die Helfer informieren regelmäßig auf Facebook, welche Gegenstände dringend gebraucht werden.

Gabenwand in der Unterführung „Kühler Krug.“ | Foto: Carina Walters

Gabenzaun am Theater Pforzheim

Die Gruppe „gabENZaun Pforzheim“ hat unterhalb des Theaters in Pforzheim am Waisenhausplatz einen Zaun für Schenkungen an Bedürftige und Obdachlose umfunktioniert. Verschenkt werden sollen hier Lebensmittel, Hygieneartikel oder Kleidung.

Außerdem haben die Helfer auf Facebook und auf den Schildern den Wunsch geäußert, den Gabenzaun auch nach der Coronakrise beibehalten zu wollen. Darüber verhandelt die Gruppe aktuell mit der Stadt Pforzheim.

„Umsonst-Laden“ in Karlsruhe: Angebot nach draußen verlagert

Der Umsonstflohmarkt des Café Noir in der Pennsylvaniastraße 2 in Karlsruhe wurde am Montag, 30. April, ins Freie verlagert, da das Café wegen der Corona-Pandemie schließen musste. Der Flohmarkt bleibt so für alle jederzeit zugänglich.

Darüber hinaus bietet das Kollektiv „Nägel mit Köpfen e.V.“, dass das Café betreibt, am 1. April von 17.30 bis 18.30 Uhr eine Essensausgabe mit Pasta und Veganer Sauße an.

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