Baustelle Durlacher Tor
DER EWIGE BAUKASTEN: Das Durlacher Tor, von wo die Riesentunnelbohrmaschine „Giulia“ aus die U-Strab-Röhre verlegte, ist im siebten Jahr eine einzige Baustelle. Mit der aktuellen Sperrung für den Autoverkehr nach Norden zum Adenauerring (links) hat der Endspurt begonnen. Bis Weihnachten soll die Zeit der Provisorien vorbei sein. | Foto: Sandbiller

Heiße Bauphase bis in Herbst

Das Durlacher Tor wird neu verknotet

Das Durlacher Tor ist die Baustelle aller oberirdischen U-Strab-Baustellen: Sie ist die Größte. Sie ist dabei eine Kombination vieler Komponenten. Sie währt am längsten – und zu Weihnachten 2018 soll auch diese sieben Jahre im Stadtbild klaffende Wunde geschlossen sein.

Ständig wechselnde Provisorien

Um dieses Ziel zu erreichen, wird dem großen Verkehrsknoten an der Schnittstelle von City und Oststadt oft im Wochenrhythmus und bisweilen gar im täglichen Wechsel ein neues Provisorium verpasst.

Sieben Straßen laufen zusammen

Nur so kann trotz intensiver Umbautätigkeit der Hauptverkehr weitgehend aufrechterhalten bleiben. Vor allem die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger müssen sich ständig auf neue Routen am Durlacher Tor oder auf Umleitungen um diesen Karlsruher Stachus aus sieben Straßen und vier Gleisästen einstellen.

 

Hauproute nach Norden gesperrt

Noch bis Samstag ist die Hauptader Kapellenstraße/Adenauerring Richtung Norden gesperrt. Da gleichzeitig auch die Gottesauer Straße am Durlacher Tor unpassierbar ist, müssen die Autofahrer, die vom Mendelssohnplatz zum Durlacher Tor beziehungsweise Adenauerring wollen, einen großen Umweg über den Erhardboulevard und den Ostring in kauf nehmen.

Neue Aufteilung

Der aktuelle Stand auf der Multi-Baustelle „Durlacher Tor“ ähnelt schon dem Endstadium der neu aufgeteilten Verkehrsflächen: Das Gleiskreuz Kaiserstraße/Kapellenstraße ist fertig. Die Schienen zwischen dem Kreuz sind – den Adenauerring querend – an den neuen Gleisstrang der Durlacher Allee in der Platzmitte angeschlossen.

Bauprogramm in den Sommerferien

Dort entsteht auch gerade die oberirdische Haltestelle „Durlacher Tor“. Im August werden keine Züge zwischen „Kronenplatz“ und „Gottesauer Platz“ rollen, weil dann am Durlacher Tor die neuen Gleise an das bestehende Schienennetz angeschlossen werden. Die Schienen Richtung Hauptfriedhof sind dort sogar die ganzen Sommerferien über unterbrochen.

 

Randarbeiten bleiben noch

Bis Jahresende will der U-Strab-Bauherrin  Kasig, der für die Rückwandlung des Durlacher Tors von der Riesenbaustelle zum funktionstüchtigen Knoten über der Untergrundstation verantwortlich ist, abgesehen von Randbereichen das Projekt „Durlacher Tor“ abschließen.

Aufmöbeln kommt später

Auf alleinige Rechnung der Stadt folgt erst später die Neugestaltung der Zentralfläche des Durlacher Tors als Platz für die Fußgänger. Dies geschieht frühestens ab 2021 nach dem gleichen Plan der Wettbewerbssieger wie für das Aufmöbeln von Marktplatz und Kaiserstraße. Zudem verschwindet der heute genutzte Gleisabschnitt vor dem Portal von St. Bernhard.

Mauerfall in der Oststadt

Dort fällt auch die Mauer, und ein sanfter Hang führt nahtlos vom Durlacher Tor in die Oststadt. Wie eine Nase ragt bereits jetzt in Verlängerung der Brunnenstraße eine Fläche für die Fußgänger in die früher autofreundlicher gestaltete „Platzanlage“ Durlacher Tor.