Das Alten- und Pflegeheim Anna-Walch-Haus befindet sich direkt an der Günther-Klotz-Anlage.
In direkter Nachbarschaft: Links die Absperrzäune der Kulturbühne, rechts die Caféterasse des Alten- und Pflegeheims Anna-Walch-Haus. | Foto: Müller

Anwohner über das Festival

Das Leben in der Nachbarschaft vom „Fest“

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Auf der einen Seite – vor den Bühnen in der Günther-Klotz-Anlage – freuen sich die Menschen über die laute Musik von „Das Fest“ und bezahlen dafür. Auf der anderen Seite – außerhalb der Anlage – haben sich die Menschen die Musik nicht gewünscht und wollen ihrem Alltag auch in dem Gebiet rings um das Festival ohne Störungen nachgehen.

Spezielle Technik reduziert Lärmbelästigung

Damit die Lärmbelästigung für diese Menschen möglichst gering bleibt, wird beim Fest eine Technik verwendet, die die Klangwellen gleichmäßig zwischen Hauptbühne und Mount Klotz verteilt. Die Anwohner sollen dabei möglichst wenig von der Musik abbekommen, so die Pressemitteilung des Veranstalters.

„Wir halten uns an die gesetzlichen Vorgaben“, betont auch Projektleiter der Karlsruhe Marketing Event GmbH, Philipp Schätzle.

Klinik in gutem Kontakt mit dem Organisationsteam

Trotz aller Maßnahmen dringen die dröhnenden Bässe auch in Bereiche außerhalb des Festivalgeländes. „Es gibt sicherlich Patienten, die das stört“, berichtet Melanie Barbei, Pressesprecherin der St. Vincentius-Kliniken.

Aber die Klinikleitung und das Organisationsteam von „Das Fest“ stünden in gutem Kontakt. Beispielsweise werde die Musik ab 23 Uhr merklich leiser, so Barbei. Ab dann sei es ruhiger bei ihnen in der Klinik, die sich direkt neben der Günther-Klotz-Anlage befindet.

Die Jungen müssen auch mal Feiern

Auch das Alten- und Pflegeheim Anna-Walch-Haus befindet sich direkt an der Günther-Klotz-Anlage, allerdings nicht bei der Haupt- sondern bei der Kulturbühne. Von dem „Vor-Fest“ bekommen die Bewohner darum gar nichts mit, sagt Geschäftsführerin Elisabeth Kanter.

Im Alten- und Pflegeheim Anna-Walch-Haus sind die Bewohner tolerant.
Von der Terrasse des Anna-Walch-Hauses sieht man die Absperrzäune, die die Kulturbühne umgeben. | Foto: Jule Müller

Während des „Fests“ drücken sie  gerne ein Auge zu: „Viele unserer Hausgäste sind der Meinung, die Jungen müssten auch mal feiern.“ Es seien schließlich nur drei Tage im Jahr.

Bässe im Bad

In direkter Nähe zur Hauptbühne befindet sich das Europabad. „In unserem Außenbereich und in der Sauna hört man tatsächlich die Musik“, erklärt dessen Pressesprecher Jens Freiseisen.

Stören tue das aber niemanden, schließlich wüssten alle Bad-Besucher Bescheid. Lediglich die Parkplatzsuche sei für die Badegäste erschwert, ansonsten würden sich das Festival und das Bad eher gegenseitig positiv ergänzen.

Mehr Gäste durch „Das Fest“

Der Inhaber des Kühlen Krugs, Michael Schulz, sieht „Das Fest“ ebenfalls positiv. Sein Brauhaus befindet sich nördlich vom Festivalgelände. „Das stört absolut nicht, es kommen dadurch mehr Menschen zu uns als sonst“, sagt der Gasthaus-Chef. Und er betont: „Die Bundesstraße ist bei uns lauter.“