BEI DER GOOGLE-SUCHE als Unternehmen gut gefunden werden – auch damit befasst sich die Karlsruher Paseo Marketing GmbH. | Foto: dpa

Paseo Marketing GmbH Karlsruhe

„Das Netz hebt oder senkt den digitalen Daumen“

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Zu einem der bundesweit am rasantesten wachsenden deutschen Unternehmen – ohne Zukäufe – gehört die Karlsruher Paseo Marketing GmbH. „Wir beraten nicht nur, wir setzen die Konzepte auch selbst um. Theorie und Praxis gehen bei uns Hand in Hand“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Michael Hölle. Dies gelte für digitale Werbestrategien bei Google wie bei Facebook genauso wie für die Optimierung von Webseiten. Die 2005 gegründete Paseo Marketing GmbH sei somit Innovationsagentur, Unternehmensberatung und Handwerksbetrieb in einem.

Das Unternehmen schrieb 2014 noch 2,06 Millionen Euro Umsatz. Im vergangenen Jahr waren es bereits 6,04 Millionen Euro. „Wir kommen 2017 bei 7,1 Millionen Euro heraus“, sagt Hölle im BNN-Gespräch. 60 Kunden in acht Ländern habe man. 20 Branchen seien vertreten. Mit 13 Prozent haben Modeunternehmen den größten Anteil, die Energiewirtschaft den kleinsten. Namen könne er öffentlich keine nennen, doch es seien auch etliche Marktführer unter seinen Kunden. Paseo-Vertriebsniederlassungen gebe es in Berlin sowie in Zürich.

Paseo Marketing ist Wachstumschampion

Aufgrund von Weiterempfehlungen habe Paseo zahlreiche neue Kunden gewonnen. „Wir haben deren Zahl in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdreifacht.“ Zudem wachse man mit den Auftraggebern. Sie geben Paseo laut Hölle zunächst oft nur einen Auftrag, sind dann zufrieden, so dass weitere folgen. Durch den Branchenmix und die Vielzahl der Kunden streue Paseo sein unternehmerisches Risiko.

Hoher Qualitätsanspruch

Das Unternehmen, in das er im Jahr 2015 eingestiegen ist, stehe für Qualität. „Wir sind eine der wenigen Agenturen in Deutschland, die ISO-zertifiziert sind.“ Nur so seien gleichbleibende hohe Standards gewährleistet und könne man das Wachstum stemmen. Alle 21 Mitarbeiter „sind fest und unbefristet angestellt“. Im kommenden Jahr wolle er weitere zehn einstellen, wobei der Fachkräftemangel derzeit die größte Herausforderung für weiteres Wachstum sei. Zum Thema Qualitätsanspruch und Seriosität zähle auch eine einwandfreie Zahlungsmoral. „Innerhalb von zwei Arbeitstagen wird von uns jede Rechnung bezahlt“, nennt Hölle ein Prinzip seines Unternehmens.

Stolz ist der Unternehmer auf eine Auszeichnung von „Focus“ und dem Statistik-Portal Statista: Ihnen zufolge gehört Paseo Marketing zur Top 500 der deutschen Wirtschaft in Sachen Umsatzwachstum (Platz 162). Die Zukunftsaussichten seien sehr gut. Zwar gebe es viele Wettbewerber, auch in der Region. „Aber der Markt ist ein Wachstumsmarkt“, unterstreicht Hölle. Ohne online geht immer weniger.“ Das Netz hebe oder senke den digitalen Daumen über ganze Unternehmen oder deren Produkte und Dienstleistungen. Reale und potenzielle Kunden und Mitarbeiter gelte es zu informieren, zu überzeugen und für sich zu gewinnen.

„Wir verstehen uns als Generalunternehmer“

Das online-Geschäft zwischen Geschäftskunden werde immer wichtiger. Davon profitieren Paseo ebenso wie von der Tatsache, „dass wir uns als Generalunternehmer verstehen“.
SEO, SEA, RTB, AFM und SMM – Branchenkenner können mit solchen Kürzeln etwas anfangen, der Laie selbstverständlich nicht. Daher an dieser Stelle einige wenige Beispiele zu den Tätigkeitsfeldern von Paseo Marketing: Ursprung des Unternehmens war es, die Webseite der Kunden so zu optimieren, dass sie per Google-Suche gut gefunden wird.

Ein Klassiker ist auch: Ein Endverbraucher googelt nach Schuhen, schaut sich welche bei einem online-Händler näher an – kauft er sie nicht sofort, dann flackert auch Tage danach immer wieder die entsprechende Anzeige auf seinem Laptop, Tablet oder Smartphone auf. Paseo Marketing recherchiert beispielsweise, welche Begriffe Endkunden in die Suchmaske eingeben. Das seien oft andere, als der online-Händler meint. „Der geht oft von Fachbegriffen aus.“

Firmenchef Hölle ist Kommunikationsprofi

Hölle (51) ist von Haus aus Diplom-Ökonom. Er war Redakteur bei den BNN und ging dann in die Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem als langjähriger Pressesprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe. Danach machte er sich zunächst mit dem Beratungsunternehmen Hölle-Kommunikation selbstständig.