Baustelle Europaplatz
IMMER NOCH BAUSTELLE: Der Europaplatz ist zugestellt mit Absperrgittern um die Transportluke, durch die es in die U-Strab-Station geht. Bis April 2018 soll die Luke für alle Zeiten geschlossen sein und der „Euro“ den Fußgängern gehören. Dann werden auf dem „Euro“ acht Jahre Baustelle vorbei sein, denn dort ging es Anfang 2010 mit dem Kombi-Bauen los. | Foto: jodo

Rohbau der U-Strab fast fertig

Der Fortschritt schlägt nach oben durch

Oberirdisch soll 2018 der unterirdische Baufortschritt bei der U-Strab durchschlagen. Kasig-Chef Uwe Konrath verspricht den großen Rückzug der Bagger, Kräne und Bauzäune ab April von den zentralen Plätzen der Fächerstadt.

Acht Jahre Baustelle

Einst war den Karlsruhern von den U-Strab-Planern noch zum Baubeginn 2010 versprochen, dass die Plätze jeweils nur zwei Jahre von den U-Strab-Arbeiten in Beschlag genommen würden. Doch daraus sind je nach Platz mindestens fünf und höchstens acht Jahre geworden.

2017 blieb der große Rückzug aus

Auch 2017 blieb die angekündigte Rückgabe des Europaplatzes und des Berliner Platzes an die Bürger aus. Der Marktplatz ist trotz Reduzierung der Baustellenfläche um die Pyramide immer noch zu mehr als der Hälfte abgesperrt.

Europaplatz und Marktplatz werden frei

Jetzt aber bekommen nach Konrath die Fußgänger eben 2018 ihr Reich zurück. Auf den Plätzen stellt sich somit die Zukunft ein: Die Mauern um die Treppen und die Fahrstuhlschächte zum U-Strab-Bahnsteig bleiben als die neuen und dauerhaften Hindernisse auf den Plätzen und in der Kaiserstraße.

Sobald die Betonarbeiten für den Rohbau der U-Stationen Ende März unter dem Europaplatz, unter dem Marktplatz und unter dem Berliner Platz abgeschlossen sind, „verschließen wir die großen Transportluken und nehmen die Bauzäune zurück“, verspricht Konrath.

Auf den im Frühling wieder für die Bürger auf alte Größe der Vor-U-Strab-Bauzeit wachsenden Plätzen gebe es dann nur noch enge Abgrenzungen um die Treppen und Aufzüge.

Marktplatz 2019 wieder Baustelle

Somit schlägt laut Konrath der Fortschritt unter der Erde direkt nach oben durch. Die Karlsruher können sich in dieser Hinsicht auf eine große Freiluftsaison 2018 freuen. Zumindest auf dem Marktplatz ist es aber damit wahrscheinlich schon gleich 2019 wieder vorbei: Dann will das Tiefbauamt die gute Stube zwischen Pyramide, Rathaus und Stadtkirche in die Mangel nehmen und die „schöne neue Stadt“ mit Pflaster und Platten fein machen.

 

Baustelle Karl-Friedrich-Straße
AUF DEM RÜCKZUG: An der Oberfläche werden die U-Strab-Baustellen jetzt schnell immer kleiner, wie in der Karl-Friedrich-Straße auch südlich des Rondellplatzes. | Foto: jodo

Logistik über die Rampen

Die weiter umzäunten Fahrgastabgänge dienen in den nächsten drei Jahren den Handwerkern als Nebentore zur Arbeit in der Karlsruher Unterwelt. In der Hauptsache laufe der Innenausbau der U-Strab aber über die Rampe in der Durlacher Allee. Die Tunnel-Zufahrten in der Kaiserallee am Mühlburger Tor und in der Ettlinger Straße Höhe Augartenstraße sind dabei laut Konrath nur von nachgeordneter Bedeutung.

Karl-Friedrich-Straße im Wandel

Der weitere Rückzug der Bauarbeiter aus der Karl-Friedrich-Straße bahnt sich nun auch zwischen Verfassungssäule und Ettlinger Tor an. Die aufgetürmten Druckluftkompressoren und Kühlanlagen, die Baucontainer und die Werkstatt für den Tunnelvortrieb unter Druckluft sind verschwunden. Vom Rondellplatz bis zur verbliebenen U-Strab-Baustelle „Nordkopf Ettlinger Tor“ gähnt nach Leitungsarbeiten der Stadtwerke derzeit Asphaltleere. Bis zum Frühsommer will die Kasig dort „die Oberfläche wiederhergestellt haben“, wie bereits im Herbst vom Rondell- bis zum Marktplatz geschehen.