Gleisbau
MONTAGE UNTER TAGE: Unter der Kaiserstraße wird das Gleisdreieck montiert. Diese Schienen werden einbetoniert, hinten Röhrenblick Richtung Kronenplatz. | Foto: Kasig

Gleisdreieck unter der Erde

Die ersten Weichen liegen im U-Strab-Tunnel

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Die U-Strab bekommt nur ein Gleisdreieck. Für diesen einzigen Abzweig aus der Röhre unter der Kaiserstraße nach Süden werden jetzt nahe der Pyramide die Schienen eingebaut. Damit gelingt der Kombi-Bauherrin Kasig eine Weichenstellung Richtung Inbetriebnahme der U-Strab, die für frühestens Ende 2020 anvisiert ist.
Im Unterschied zu dem fast schnurgraden U-Strab-Doppelgleis von insgesamt 3,5 Kilometer Länge werden die Stahlbögen des Gleisdreiecks nicht auf Schotter verlegt sondern in Beton stabilisiert.

„Bei der festen Fahrbahn werden die Gleise auf Betonschwellen vormontiert und zusammen mit diesen noch einmal in ein Betonbett eingegossen“, erklärt Kasig-Pressesprecher Achim Winkel. Durch diese Fixierung würden die Gleise im Dreieck nicht durch die Kräfte der Bahnen in der Kurve verschoben. Nun liegt bereits der östliche Doppelgleisbogen im Tunnel. Er reicht vom Nordende des Marktplatzes bis zum Weichenanschluss an den U-Strab-Hauptstrang unter der Kaiserstraße Höhe Schöpf/Nordsee.

Seit 7. Januar erst bekommt die U-Strab Schienen. Schon läuft ein unterirdischer Gleisstrang vom Gleisdreieck bis zum Durlacher Tor. Und das zweite Gleis ist laut Winkel bereits halb so lang und reicht damit vom Gleisdreieck bis zum Kronenplatz.

Bereits von Anfang März bis Anfang Juni sollen nach dem Zeitplan der Kasig die Schienen im Tunnel zwischen Gleisdreieck und Mühlburger Tor verlegt werden. Im Sommer schließet sich demnach der Schienenbau im kompletten Südabzweig vom Gleisdreieck bis zur Augartenstraße beim Zoo an. Folglich soll die U-Strab, an der schon neun Jahre gebaut wird, nun binnen neun Monaten ihre Schienen bekommen.

Die Auskleidung der Bahnsteige und Haltestellenwände mit 70 Kilogramm schweren Betonwerksteinen hat nun die Station „Europaplatz“ erreicht. Dort habe man mit dem Bau der Bahnsteigkanten begonnen, berichtet die Kasig. In der Haltestelle „Lammstraße“ belege man auch schon die Bahnsteige mit den großen weißen Platten.

In den U-Strab-Haltestellen „Kronenplatz“ und „Durlacher Tor“ sind diese Arbeiten laut Kasig „weitestgehend ausgestattet“. Dort sei wiederum der Kunststein „sorgfältig mit Kunststoff- oder Holzabdeckungen geschützt, um sie bei den weiteren Arbeiten nicht zu beschädigen“, versichert Winkel.
Auf den Schutzbrettern wiederum steht in der Station „Durlacher Tor“ bereits der größte Teil eines Stahlrohgerüsts.

Mit dessen Hilfe werden die Arbeiter bald die obere Hälfte der Wände sowie die Decken in der Untergrundstation mit hellen Rigipsplatten verkleiden. Unter dem Gerüst könne dann fast unbehelligt der Gleisbau sowie die weitere technische Ausstattung der Röhre laufen, betont die Kasig. Derweil sind die Aufzüge und Fahrtreppen für die Haltestellen „Durlacher Tor“, „Lammstraße“ und „Europaplatz“ eingebaut.