Gegen wen muss der KSC in der Relegation antreten: Sechs Vereine aus der Zweiten Liga können noch auf Platz 16 der Tabelle am Sonntag landen. | Foto: Montage BNN

Fans wünschen sich Fürth

Wer wird der Gegner des KSC in der Relegation?

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Die Spannung steigt: Am Nachmittag entscheidet sich in der Zweiten Liga, wer der Gegner des KSC in der Relegation wird. Geht es nach den Fans, dann landet Greuther Fürth auf dem drittletzten Tabellenplatz. Doch es könnte auch ganz anders kommen. Insgesamt kommen sechs Mannschaften in Frage.

Beim Karlsruher SC schaut man gespannt auf die Partien. Zuspruch gibt es auf jeden Fall jetzt schon von prominenter Seite:

Die gestrige Heimpleite haben die Karlsruher als verpatzte Generalprobe bereits abgeschüttelt. Dazu sagte Trainer Alois Schwartz nach dem Spiel:

Die Fans des Karlsruher SC wünschen sich für die bevorstehende Relegation auf jeden Fall die Spielvereinigung Greuther Fürth als Gegner. Dies geht aus einer BNN-Online-Umfrage hervor. Von den weit über tausend teilnehmenden Fans  sprechen sich aktuell 543 oder umgerechnet 43 Prozent für die Franken als Wunschgegner aus. Am wenigsten begeistert wäre das Karlsruher Fan-Lager bei einem Aufeinandertreffen mit der SG Dynamo Dresden. Für diese Konstellation votieren lediglich 82 oder umgerechnet sechs Prozent der Teilnehmer der Umfrage.

Sechs mögliche Gegner

Der Relegationsgegner des KSC, der die Saison am gestrigen Samstag mit einer Niederlage gegen Carl Zeiss Jena als Dritter der Dritten Liga beendet hat, muss in den nächsten Stunden ermittelt werden. Dabei ist für viel Spannung gesorgt, weil mit Heidenheim, Dresden, Darmstadt, Aue, Braunschweig und Fürth noch insgesamt sechs Mannschaften um die Plätze 16 (Relegation) und 17 (direkter Abstieg) in Liga zwei miteinander konkurrieren.

Wohin geht die Reise? Der Gegner des KSC in der Relegation steht erst am Sonntag fest. | Foto: Rastätter

Schlechte Erinnerungen an Dresden

Die Zurückhaltung bei Dresden als möglichem Gegner hat weniger sportliche Gründe, hier gibt es vielmehr Befürchtungen in punkto Fan-Ausschreitungen. Die Ultras beider Lager verbindet eine gegenseitige Abneigung, zudem sind beide Lager ziemlich in Verruf gekommen. So hatten sich KSC-Fans im April 2017 beim damaligen Zweitliga-Derby beim VfB Stuttgart mit dem Abfeuern von Leuchtraketen so daneben benommen, dass der Schiedsrichter mit einem Spielabbruch drohte. Als Strafe mussten die Karlsruher ihr letzte Heimspiel im Mai 2017 vor teilweise leeren Rängen gegen Dresden bestreiten, wobei diesmal die Ultras aus dem Osten für Randale sorgten.


Dabei wurden 19 Ordner und zehn Polizisten verletzt. Ein Großteil der mitgereisten Dynamo-Fans hatte sich im Militäraufzug als „Football Army Dynamo Dresden“ im Wildpark präsentiert – die martialischen Bilder wurden in ganz Deutschland veröffentlicht. Die Aktion richtete sich nach Fan-Angaben gegen den Verband.

Live auf bnn.de und im ZDF

Das Hinspiel der Relegation zwischen Zweiter und Dritter Liga findet am Freitag, 18. Mai, um 18.15 Uhr im Karlsruher Wildpark-Stadion (Live im ZDF) statt und wird von von bnn.de mit einem Live-Ticker begleitet. Gleiches gilt für das entscheidende Rückspiel am Dienstag nach Pfingsten, 22. Mai, ebenfalls um 18.15 Uhr. (Live auf bnn.de und im ZDF).

Was ist eigentlich eine Relegation?

Im deutschen Sport werden als Relegation Qualifikationsspiele bezeichnet, bei denen es für die beiden beteiligten Vereine entweder um die Verhinderung des Abstiegs in eine tiefere oder um den Aufstieg in eine höhere Liga geht. Im Fußball hierzulande gibt es derartige Entscheidungsspiele seit 1982. Dabei trifft der Drittplatzierte der tieferen Liga auf den Drittletzten der höheren Liga.

Hier noch einmal die BNN-Umfrage zum Relegations-Gegner.