Erste Kader-Korrektur: Lions-Coach Ivan Rudez hat einen neuen Mann im Team. | Foto: GES

Korrektur im Kader

Die PSK Lions reagieren auf schlechten Saisonstart

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Vor dem Kellerduell in Kirchheim haben die PSK Lions personelle Konsequenzen aus dem schlechten Saisonstart gezogen. Justin Gordon muss gehen, dafür kommt US-Flügelspieler Bryan Coleman. Der Karlsruher Basketball-Zweitligist kassierte in den ersten neun Spielen sechs Niederlagen.

Auch vor gut einem Jahr herrschte bei den PSK Lions Krisenstimmung. Der damalige Cheftrainer Michael Mai musste nach nur zwei Siegen aus neun Spielen gehen. Ein Jahr später durchlebt der Karlsruher Basketball-Zweitligist unter Mais Nachfolger Ivan Rudez seine nächste Herbstkrise.

Der Unterschied zu 2018: Damals hielten die Verantwortungsträger die Mannschaft für konkurrenzfähig, trauten Mai aber nicht mehr zu, dass Ruder noch einmal herumreißen zu können. Rudez gelang dies und erreichte mit den Karlsruhern die Play-offs. Dieses Mal sieht die Lions-Führung die Probleme in erster Linie im Kader, der sich bislang nur als bedingt tauglich erwiesen hat.

Neuer Mann für den Flügel

Der enttäuschende Heimauftritt beim 79:82 gegen die Panthers Schwenningen war am vergangenen Sonntag nur die letzte Bestätigung dafür. Vor dem Kellerduell am Samstag (19 Uhr) beim Tabellenvorletzten Kirchheim Knights zog der Club nun erste  Konsequenzen und trennte sich von Justin Gordon.

Als neuer Mann soll der US-Amerikaner Bryan Coleman den Lions möglichst schon am Samstag frisches Leben einhauchen.Von Coleman erhoffen sich die Lions mehr Zug zum Korb und auch mehr Gefahr aus der Distanz. Der fast zwei Meter große Mann aus Michigan soll das Flügelspiel der Lions beleben und verstärken. Der PSK hofft, dass die Spielgenehmigung bis Freitagmittag vorliegt.

Coleman bringt Profi-Erfahrung mit

Coleman spielte zuletzt in Australien, davor unter anderem in Finnland und Argentinien. Der 27-Jährige bringt also schon einige Profi-Erfahrung mit – auch darauf bauen die PSK-Verantwortlichen. Gordon, der im Sommer neu von Feyenoord Rotterdam gekommen war, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.

Wir versuchen, an ein paar Stellschrauben zu drehen

„Wir versuchen, an ein paar Stellschrauben zu drehen“, erläutert Abteilungsleiter Danijel Ljubic die Personalie, die auch ins „Preisgefüge gepasst hat“, wie der Lions-Macher betont. Gut möglich ist, dass es nicht die letzte Korrektur des im Sommer weitgehend neu zusammengestellen Kaders bleibt, der in Absprache mit den Club-Verantwortlichen primär von Coach Rudez zusammengestellt ist. Der verweist diesbezüglich aber auch auf das „limitierte Budget“ des Vereins und die damit eingeschränkten Möglichkeiten.

„Jetzt gilt alle Konzentration auf Kirchheim“, betont Ljubic. Beim VfL, der bislang erst einmal gewann, soll unbedingt der vierte Saison-Sieg her. „Kirchheim hat viele Spiele erst in den letzten Minuten verloren“, warnt Lions-Coach Rudez, „sie kämpfen und spielen auch gut“. Von seiner Mannschaft erwartet Rudez, dass sie mit „großer Energie“ in der Defensive und beim Rebounding agiert.

Lions müssen in der Offensive konsequenter auftreten

Zudem wird es darauf ankommen, dass die Lions auch in der Offensive konsequenter auftreten als zuletzt bei der Niederlage gegen Schwenningen.  Im zweiten Viertel verspielten die Karlsruher eine Neun-Punkte-Führung, anstatt den Aufsteiger zu distanzieren. Zudem bemängelte Rudez die mangelnde Ordnung im Angriff in den Schlussminuten.

Im Anschluss an die Partie sind die Lions zwei Wochen spielfrei. Dann ist auch Zeit, daran zu arbeiten, dass aus der Herbst- nicht noch eine Winterkrise wird.