Durlacher Tor
DAS ENDE EINER BAUSTELLE rückt näher. Das Durlacher Tor soll zum Jahresende fertig werden. Mit Beginn der Sommerferien steht den Bauarbeitern und den Verkehrsteilnehmern deshalb noch ein besonderer Kraftakt bevor. | Foto: jodo

Sommerbauplatz Durlacher Tor

Doppelknoten wird neu gebunden

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Die Schule ist aus, die Sommerferien sind da – und die Baustellenstadt heizt jetzt richtig hoch. In diesem Sommer 18 konzentrieren sich die Anstrengungen des städtischen Bau-Trios aus Verkehrsbetrieben, der Kombi-Kasig und dem Tiefbauamt auf das Durlacher Tor und die Haid-und-Neu-Straße beim Hauptfriedhof. Dazu kommen im Laufe der Urlaubszeit noch die Fritz-Erler-Straße sowie der Mendelssohnplatz. Direkt nach den Ferien geht es dann am Rüppurrer Tor gewaltig los.

Stänge neu verknüpft

Die Großaktion am Durlacher Tor bringt noch einmal gravierende Einschränkungen für die Passagiere von Straßen- und Stadtbahnen. Danach aber sind die oberirdischen Schienenstränge des größten Karlsruher Verkehrsknotens neu verknüpft.

Die Karawane zieht weiter

Bis Jahresende will das Tiefbauamt dann dort auch die Wege für Autos, Radfahrer und Fußgänger komplett neu geordnet haben. Und schon zieht die Stadtumbau-Karawane in diesem Sommer zum nächsten großen Karlsruher Knoten.

Ein Tor auf, ein Tor zu

In der Kriegsstraße, wo erst vor zwei Wochen nach sieben Jahren Baublockade das Ettlinger Tor geöffnet wurde, kommt das Rüppurrer Tor (Mendelssohnplatz) an die Reihe. Bis 2020 soll dort unter starken Einschränkungen für den Straßenbahnverkehr und massiven Behinderungen des Individualverkehrs der Autotunnel Kriegsstraße betoniert werden.

In der Sommeroffensive

Grob lässt sich die Sommeroffensive der städtischen Drei von der Baustelle samt Herbstnachschlag in drei Phasen unterscheiden:

26. Juli bis 26. August

In der ersten Bauphase vom 26. Juli bis zum 26. August werden am Durlacher Tor die neuen Gleise an das Schienennetz angeschlossen. Die West-Ost-Achse des regionalen Schienennahverkehrs zwischen Kronenplatz und Gottesauer Platz ist deshalb einen Monat gesperrt. Die Bahnen von und nach Durlach, Pforzheim oder Bretten werden deshalb über die Südosttrasse via Erhardboulevard umgeleitet.

Außerdem wird der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Hauptfriedhof in der Haid-und-Neu-Straße vorangetrieben und die Gleise bis zum Hirtenweg werden ausgetauscht. Diese Arbeiten laufen mit entsprechenden Auswirkungen bis Ferienende, 9. September.

Kein Bahnhalt am Friedhof

An der Haltestelle „Hauptfriedhof“ sollen sogar erst Mitte Oktober wieder Bahnen stoppen. Deshalb ist der Bahnbetrieb in der Haid-und-Neu-Straße komplett eingestellt. Busse rollen als Ersatz – bis nach Spöck. Am Durlacher Tor wird in dieser Phase der Straßenverkehr relativ wenig eingeschränkt.

Zwar ändere sich der Fahrbahnverlauf mehrmals, „das Durlacher Tor bleibt aber in der Hauptbeziehung Adenauerring/Kapellstraße in jede Richtung einspurig“, versichert Kasig-Sprecher Achim Winkel. Auch die Durlacher Allee ist dort jetzt von der Kapellenstraße Richtung Osten angeknüpft, die Gegenrichtung aber am Durlacher Tor gesperrt.

26. August bis 9. September

In den letzten zwei Ferienwochen ist zusätzlich zum eingestellten Bahnbetrieb in der Haid-und-Neu-Straße auch der Gleisabschnitt zwischen Kronenplatz und Rüppurrer Tor für die Bahnen gesperrt. In Phase zwei aber können die Bahnen schon wieder auf ihrer regionalen Haupt-Ost-West-Achse „Kaiserstraße/Durlacher Allee“ durchrollen – und dann wie einst wieder geradeaus durch den Knoten Durlach Tor

Grube am Rüppurrer Tor

In der Fritz-Erler-Straße wird der Einbau von provisorischen Schienenbrücken über die kommende Grube für den Autotunnel am Rüppurrer Tor vorbereitet. Ab 1. August und bis Mai 2019 läuft zudem der Umbau der Haltestelle „Untermühl“ in der Durlacher Allee, allerdings unter Bahnbetrieb. Im August wird die Durlacher Allee zudem mehrmals wegen Fahrbahnerneuerung für die Autos gesperrt.

9. September bis 15. November

Direkt an die Sommerferien schließt sich die dritte noch im Sommer beginnende Bauphase vom 9. September bis Mitte November an. Bis die Hilfsbrücken für die Schienen an der Autotunnel-Baustelle Mendelssohnplatz stehen, bleiben die Gleise zwischen Kronenplatz und Rüppurrer Tor noch gesperrt.