Mit „Hühner Puppenclownerie mit Ei" wollen die Exen Kinder bei der marottinale in Karlsruhe zum Lachen bringen. | Foto: Edelhoff

Wenn die Puppen tanzen

Drei Figurentheater-Festivals starten in Karlsruhe und Mittelbaden

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In Karlsruhe, Gernsbach und in der Ortenau betreten Puppen die Bühne. Drei Festivals rücken in den nächsten Wochen das Figurentheater in den Mittelpunkt. Doch wer noch Karten für die Vorstellungen bekommen möchte, sollte sich sputen. Die Veranstaltungen sind so beliebt, dass einige Aufführungen bereits ausverkauft sind.

Familien mit Kindern haben auf alle Fälle noch Glück. Für die Nachmittagsvorstellungen gibt es derzeit noch Tickets.

marottinale in Karlsruhe

Mit der marottinale in Karlsruhe beginnt der Reigen. Bis Sonntag, 8. März, hauchen verschiedene Figurentheater unter dem Motto „Tierisch gut“ den Puppen Leben ein. Gastgeber ist das marotte Figurentheater, in dessen Haus in der Kaiserallee 11 fast alle Stücke gespielt werden.

Die Auftaktveranstaltung – die „Vermessung der Welt“ – können allerdings nur diejenigen sehen, die sich rechtzeitig um Karten gekümmert haben. Für alle anderen Veranstaltungen gilt das nicht.

Am Freitag, 6. März, heißt es um 18 Uhr „Und der Hahn hat immer Recht“ (ab fünf). Das Stück der Pyromantiker aus Berlin handelt von Ritualen und festgelegtem Rollenverhalten – ob am Frühstückstisch oder im Hühnerstall. Am selben Tag diskutieren um 20.30 Uhr im Tollhaus Kuh, Wolf, Katze und Spatz über zwei Schafe. Diesen zweiten Teil der „Berliner Stadtmusikanten“ zeigt das Hauptstadt-Theater Zitadelle. Teil drei folgt am Samstag, 7. März, um 20 Uhr – ebenso im Tollhaus.

Im marotte Figurentheater gehört am Samstag, 7. März, anderen Tieren die Bühne. „Der kleine Angsthase“ (ab vier) beweist um 11 Uhr, dass er sich vor einem Fuchs nicht fürchtet. Die Figuren bewegt das Theater Zitadelle. Um 16 Uhr widmen sich die Exen aus Neuhaus am Inn bei der „Hühner Puppenclownerie mit Ei“ (ab drei) den Schwierigkeiten des Miteinanders.

Das Festival endet am Sonntag, 8. März, mit „Konrad, das Kind aus der Konservenbüchse“ (ab fünf) und „Glatt verkehrt“ (ab drei). Bei ersterem geht es um einen Jungen, der erst ein Musterknabe und dann ein Rotzlöffel ist. Gespielt wird die Geschichte um 11 Uhr von Gustavs Schwestern aus der Schweiz. Durch Märchen stricken sich um 16 Uhr die österreichischen Clowns Herbert und Mimi. Oft aber glatt verkehrt, weshalb sie die Hilfe der Kinder benötigen.

Weitere Infos und Tickets gibt es online unter www.tollhaus.de und www.marotte-figurentheater.de.

Puppen-Parade Ortenau

Drei Wochen, vom 14. März bis zum 4. April, dauert die Puppen-Parade Ortenau. Zwölf Städte und Gemeinde beteiligen sich an der Veranstaltung. Täglich gibt es mindestens eine Vorstellung. Eine Auswahl: Die Puppen-Parade beginnt am Samstag, 14. März, um 10 Uhr mit einem Spektakel rund um das Kulturhaus in Kehl. Bis 12.30 Uhr treten Puppenspieler auf. Im Anschluss zeigt das Figurentheater Gingganz aus Scheden-Meensen in der Sparkasse „Die Bremer Stadtmusikanten“ (ab vier).

 

„Der Wolf und die kleinen Geißlein“ spielt das Theater Sturmvogel während der Puppen-Parade Ortenau in Achern. | Foto: pr

Drei weitere Open-Air-Veranstaltungen sind geplant, etwa am Samstag, 28. März, in Achern beim Rathaus. Von 10 bis 12 Uhr macht das Karlsruher Theater Fiesemadände dort Musikrabatz. Nach Achern kommt außerdem am Dienstag, 31. März, „Der Wolf und die kleinen Geißlein“ (ab vier). Das Theater Sturmvogel aus Reutlingen führt das Stück um 15 und 17 Uhr im Rathaus auf.

Zweimal gibt es auch den „Grüffelo“ (ab vier) zu sehen. Das Theatre en miniature aus Leimen bringt das Bilderbuch-Monster am Dienstag, 17. März, um 10 und 15 Uhr in den Salmen in Offenburg.

Weitere Infos und Tickets gibt es online unter www.puppenparade.de.

Gernsbacher Puppentheaterwoche

Vom 28. März bis 4. April hebt sich in der Gernsbacher Stadthalle der Vorhang. Die Vorstellung am ersten Tag der Puppentheaterwoche ist schon ausverkauft, wie etliche andere auch. Karten gibt es derzeit noch für sieben Stücke.

Am Sonntag, 29. März, spielt das Theater Thalias Kompagnons aus Nürnberg „Peter und der Wolf“ (ab vier) und erzählt um 11.30 und 15 Uhr von dem vorwitzigen Jungen. Mit Drehorgel und Zirkusnummern gastiert am gleichen Tag um 19 Uhr das Hermannshoftheater. Es interpretiert „Alice im Wunderland“.

Am Dienstag, 31. März heißt es für das Publikum „Warten auf Godot“. Das Figurentheater Gingganz führt um 20 Uhr die absurde Geschichte auf. Das Ensemble spielt auch „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“ (ab fünf). Das Stück über Freundschaft steht am Mittwoch, 1. April, um 15 Uhr im Spielplan.

Dass ein Seerosenblatt für Frosch Boris „der wunderbarste Platz der Welt“ ist, verrät das Krefelder Theater Blaues Haus am Donnerstag, 2. April, um 15 Uhr. Auch am 2. April zu Gast ist der Israeli Ariel Doron. Er stellt um 20 Uhr in „Plastic Heroes“ einen Kriegsschauplatz mit Spielzeug nach – schwarzer Humor als Plädoyer gegen Krieg.

„Wok Wok Wok“ des Theaters Hille Puppille thematisiert bei der Gernsbacher Puppentheaterwoche das Problem Plastikmüll. | Foto: Menning

Ein aktuelles Thema greift das Theater Hille Puppille aus Dülmen mit „Wok Wok Wok“ (ab fünf) auf. Kröte Käthe leidet unter dem Plastikmüll – zu sehen am Freitag, 3. April, um 15 Uhr.

Weitere Infos gibt es unter www.gernsbach.de.