Eiszeit
Die Eiszeit am Karlsruher Schloss ist bis 27. Januar geöffnet. | Foto: jodo

Über 2.000 Quadratmeter Fläche

Eiszeit in Karlsruhe ermöglicht auch nach Silvester einen guten Rutsch

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Gut ins Neue Jahr rutschen – gar kein Problem in Karlsruhe. Elegant hineingleiten oder schlittern, das ist ebenso möglich: Die Stadtwerke Eiszeit lockt nämlich noch bis Ende Januar Schlittschuhläufer ans Schloss.

Gastronomie der Eiszeit öffnet in Silvesternacht

Ein Ort, an dem traditionell viele zu Silvester zusammenkommen. Auf Kurven kann sich dort in der Nacht dann keiner mehr wagen. Der Betrieb endet am Nachmittag.

Doch um 21 Uhr öffnen die Buden der Winterstadt um die Eisfläche herum wieder und versorgen Feiernde mit Wärmendem, wie Carmen Heichel berichtet. Sie ist bei der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) für die Eiszeit verantwortlich.

Bisher rund 25.000 Besucher

Rund 25.000 Besucher lockte diese bisher. 60.000 waren es in der Saison 2017/18 insgesamt. „Wir denken, dass wir erneut einen ähnlichen Wert erreichen“, sagt Heichel.

Selbst an Regentagen gingen Schlittschuhfans aufs Eis. Nur ein Tag sei wegen der Kombination aus Niederschlag, Wind und vergleichsweise hohen Außentemperaturen – ideal für die Fläche wären minus sieben Grad – ein Komplettausfall gewesen.

93.000 Lichter sorgen für Stimmung

An diesem späten Nachmittag kurz vor Jahresende hingegen herrscht Hochbetrieb. Es ist kalt. Und trocken. Sterne leuchten auf beiden Seiten zum Schloss hin.

48 Bäume sind illuminiert. 93 000 Lichtlein sorgen für Stimmung. Und die ist prächtig.

Die Kulisse ist toll

„Das Ambiente ist spitze, die Kulisse toll“, loben die Schlittschuhläufer. „Und die Fläche ist echt groß“, ergänzen andere. Tatsächlich ist die Eiszeit mit 2.030 Quadratmetern Süddeutschlands größte Open-Air-Eisfläche.

Gerade jetzt, zwischen den Jahren, bilden sich schon mal Schlangen vor der Kasse und dem Schlittschuhverleih. 500 Paare warten auf Nutzer, von Größe 25 bis 50.

Vorbei an Pinguin und Eisbär

„Wir sind aus Kraichtal mit unseren Enkeln gekommen, weil unsere Kinder arbeiten müssen“, erläutert ein älteres Paar, das das Treiben von der wärmenden Feuerstelle aus betrachtet. Holzscheite lodern, während wenig Meter weiter die Fläche voll ist.

Rundweg
Auf Pinguine und Eisbären treffen Schlittschuhläufer am Rundweg der Eiszeit. | Foto: jodo

Teenager flitzen lachend übers Eis. Ein kleiner Bub tastet sich – fest an die Fahrhilfe in Teddyform geklammert – vorsichtig voran. Am Rundweg kommt er vorbei an Eisbär und Elefant: Die Banden wurden vom Zoo gestaltet, der Partner dieses Teils ist.

War das ein Flirtversuch…?

Auf den Eisstockbahnen ist indessen Treffsicherheit gefragt. Und ein ruhiges Händchen. Ein Stock schlittert weiter als gedacht, ganze nah ran an die Daube – wie der Zielpunkt heißt – des Nachbarteams.

Alle lachen. „War das ein Flirtversuch?“, fragt ein junger Mann: „Das können wir bei einem Glühwein fortsetzen…“

Trend geht zur Urigkeit

Glühwein gibt es in diesem Jahr in einem Winterdorf. Die Optik der Hütten wurde verändert. „Der Trend geht zu mehr Urigkeit“, sagt Heichel. Becker Event Service ist für die Gastronomie verantwortlich. „Wir sind mit dem Geschäft zufrieden“, sagt dessen Mitarbeiter Ahmet Bayrak.

Er kommt aus Nordrhein-Westfalen und schickte seiner Familie Fotos vom Karlsruher Schloss. „Sie wollten das dann unbedingt sehen und waren begeistert, als sie hier waren“, sagt der Mann, in dessen Eiszeit-Hütte 36 Menschen sitzen und bis zu 60 stehen können.

Heiratsantrag auf dem Eis

Manchmal ist bei der Eiszeit auch knien angesagt. Dann nämlich, wenn heiße Liebe im Mittelpunkt steht: „Wir hatten schon einen Heiratsantrag“, berichtet Heichel: Im Vorfeld habe ein junger Mann gefragt, ob dies möglich sei.

Das Paar kam, drehte seine Runden. Dann bekam er das Mikro, die Musik wurde runtergedreht – und der Mann fragte seine überraschte Freundin, ob sie ihn heiraten möchte. „Sie hat Ja gesagt“, berichtet Heichel.

Service

Die Eiszeit am Schloss ist bis einschließlich Sonntag, 27. Januar, geöffnet – sonntags bis donnerstags von 10 bis 21 Uhr sowie freitags und samstags bis 22 Uhr.

Am 31. Dezember kann von 10 bis 15 Uhr gefahren werden, an Neujahr läuft der Betrieb von 14 bis 21 Uhr. Am 3. und 10. Januar heizen DJs aus dem Krokokeller von 18 bis 21 Uhr den Besuchern ein.

Kurse noch buchbar

Schlittschuhkurse werden in diesem Jahr verstärkt angeboten. Hier kann man sehen, was noch frei ist.

Dort können ebenso Bahnen für das Eisstockschießen reserviert werden und sich Mannschaften für das Eisstockturnier am 17. Januar – Start ist um 17.30 Uhr – anmelden.