Elefantin Shanti feierte am 15. Juni 2016 ihren 60. Geburtstag im Karlsruher Zoo. Nun ist das Tier gestorben. | Foto: Archiv Donecker

Trauer in Karlsruher Zoo

Elefantenkuh Shanti ist tot

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Große Trauer im Zoologischen Stadtgarten: Die 60-jährige Asiatische Elefantenkuh Shanti ist gestorben. Nachdem sich ihre altersbedingten Beschwerden in den vergangenen Wochen immer weiter verschlechtert und die Schmerztherapien nicht mehr angeschlagen hatten, wurde sie von einem Team aus Tierärzten eingeschläfert, teilt das Presseamt der Stadt Karlsruhe mit.

Schmerzmittel schlugen nicht an

„Wir wollten nicht, dass Shanti leiden muss, so war dieser Schritt für uns unausweichlich“, erläutert Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Wie berichtet, litt das Tier an einer Versteifung im Ellenbogengelenk des rechten Vorderfußes.  Auch die anderen Fußgelenke machten immer mehr Probleme, das Stehen fiel ihr in  immer schwerer. Zuvor hatten Tierärzte nochmals die Dosierung der Schmerzmittel umgestellt. Doch letztlich halfen die Opiate nicht, das Leiden war zu groß.“Es ist ein sehr emotionaler Moment für mein Team. Es fällt schwer, Abschied zu nehmen. Dennoch sind wir uns sicher, dass es für Shanti die einzig richtige Entscheidung war“, betont Revierleiter Robert Scholz. „Die medizinischen Möglichkeiten waren ausgeschöpft“, ergänzt Reinschmidt.

Wir wollten nicht, dass Shanti leiden muss

Am 6. September 1958 kam Shanti als Jungtier nach Karlsruhe. „Generationen von Besuchern verbindet viel mit ihr. Auch mein gesamtes Berufsleben. 31 Jahre hat mich Shanti im Zoo begleitet“, berichtet der stellvertretende Zoodirektor Clemens Becker: „Viele der älteren Zoobesucher haben sie sogar als jungen Elefanten kennengelernt.“

Die Elefantengruppe erhält jetzt eine Zeit zur Trauer

Der Zoo habe viel Zuspruch erhalten. „Die Reaktionen haben gezeigt, was Shanti den Besuchern bedeutete. Das ist für uns tröstlich und geht uns dennoch sehr nahe“, so Reinschmidt. „Die finale Entscheidung war für das Tier jedoch eine Erlösung.“

Der Zoo werde so schnell keinen neuen Elefanten aufnehmen. Der Grund: „Die Elefantengruppe erhält jetzt Zeit zur Trauer. Dies sei für die Tiere sehr wichtig“, erklärt Reinschmidt. Und den Tierpflegern gehe es ebenso, „für sie ist so ein Abschied ebenfalls sehr schwer.“

 

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