Das erste Training des zuletzt vereinslosen Deutsch-Tunesiers Änis Ben-Hatira beim KSC wird erst in der neuen Woche folgen.
Das erste Training des zuletzt vereinslosen Deutsch-Tunesiers Änis Ben-Hatira beim KSC wird erst in der neuen Woche folgen. | Foto: mia

Sané geht nach Würzburg

Ende der Transfer-Periode: Pikante Personalie Ben-Hatira ist letzter Neuzugang beim KSC

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Fürs erste Training von Babacar Guèye hatte der Karlsruher SC Medienvertreter ausgeschlossen. Die Abschlusseinheit vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel am Samstag (13 Uhr), sie sollte am Ende für Fans und nur auf deren Drängen zugänglich bleiben.

Das erste Training des zuletzt vereinslosen Deutsch-Tunesiers Änis Ben-Hatira beim KSC wiederum, den der abstiegsgefährdete Fußball-Zweitligist wenige Stunden vor Toreschluss als letzten Nachlader unter Vertrag nahm, wird erst in der neuen Woche folgen. Um 18 Uhr endete die Winter-Wechselperiode in Deutschland.

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Der 31-Jährige Ben-Hatira unterschrieb am Karlsruher Adenauerring am Freitag einen Kontrakt bis Saisonende und soll dem Tabellen-15. bis dahin eine weitere Optionen im Mittelfeld sein, wo das Angebot ja auch so schon groß war.

Dafür hat der bei Alois Schwartz perspektivlose Mittelstürmer und ursprünglich bis Saisonende gebundene Saliou Sané den KSC Richtung des Drittligisten Würzburger Kickers verlassen. Dort verpflichtete er sich bis zum 30. Juni 2021.

Darmstadt 98 hatte Ben-Hatira wegen angeblicher Nähe zu Salafisten entlassen

„Es war mein großes Ziel nach Deutschland zurückzukehren. Ich bin froh und dankbar für die Chance hier beim KSC, zu dem ich als Berliner auch noch eine spezielle Verbindung habe“, erklärte Ben-Hatira, der während seiner Profikarriere unter anderem schon für den Hamburger SV, Hertha BSC sowie Darmstadt 98 und nach 2017 in der Türkei, Tunesien (Espérance Tunis) und Ungarn (Honved Budapest) am Ball war.

Sein Name blieb in Deutschland eng mit den Salafismus-Vorwürfen verbunden, derentwegen sich die Darmstädter im Januar 2017 von dem Spieler trennten. Mit dieser pikanten Personalie beschloss der KSC seine Aktivität auf dem Winter-Transfermarkt. Zuvor hatten sich Mittelfeldspieler Jérôme Gondorf (SC Freiburg) und Angreifer Guèye (SC Paderborn) dem Bundesliga-Gründungsmitglied angeschlossen.

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Dessen Personaltableau für den Abstiegskampf steht damit. Einer Verstärkung für die Abwehr, die in 19 Ligaspielen 37 Gegentoren kassierte, hatten Schwartz und Sportchef Oliver Kreuzer nach den Abgängen von Marvin Pourié (Braunschweig), Sané und Malik Batmaz (VfB Stuttgart II) keine Priorität eingeräumt. Im Treffen mit dem Tabellenzehnten aus Kiel wird Guèye im Kader stehen, Ben-Hatira noch keine Rolle spielen.

Somit war es Kreuzer nicht gelungen, die bei Schwartz unberücksichtigten Martin Röser, Justin Möbius und Janis Hanek anderswo unterzubringen.

Schwartz schwenkt wohl auf 4-2-3-1 um

Für die Arbeitsplatzruhe von Schwartz wäre ein Sieg gegen Kiel wichtig. Kreuzer hatte dem Trainer am Donnerstag sein Vertrauen ausgesprochen. Außerdem legte er sich darauf fest, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen werde als bei der indiskutablen Leistung gegen Dynamo Dresden (0:1).

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Personelle wie systematische Veränderung hatte Schwartz vor Beginn der nächsten englischen Woche mit dem sich anschließenden DFB-Pokalspiel in Völklingen gegen den 1. FC Saarbrücken (Mittwoch) und dem Liga-Auftritt beim HSV (Samstag) in Aussicht gestellt.

Fröde mit Faserriss

Eine Abkehr vom 4-1-4-1 auf ein 4-2-3-1 ist gegen Kiel zu erwarten, personelle Abweichungen im Mittelfeld dann auch. Lukas Fröde, der bei der geheimen Freitageinheit fehlte, fällt laut Kreuzer wegen eines Faserrisses aus. Für ihn könnten Alexander Groiß spielen und zusammen mit Marvin Wanitzek die Doppel-Sechs spielen.

Zwei Ex-Karlsruher bei den Gästen

Holstein Kiel stellt hinter Bielefeld die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga. In Fabian Reese und Jonas Meffert stehen zwei frühere KSC-Profis in den Reihen des Teams von Trainer Ole Werner. Ein Dritter, Jannik Dehm, ist nach Schienbeinbruch derzeit im Aufbau.