Die Bahnen rollen ab Samstag wieder über den Mendelssohnplatz. | Foto: Sandbiller

Ende der Umleitung

Bahnen rollen ab Samstag über Mendelssohnplatz

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Ab Samstag rollen die Bahnen am Mendelssohnplatz auf Behelfsbrücken über die Baugrube für den Autotunnel Kriegsstraße. Damit enden monatelange Umleitungen für die im U-Strab-Bau-Zeitalter leidgeprüfte Kundschaft des Karlsruher Nahverkehrswesens.

Die Fahrgäste der Straßenbahn können sich ab Samstag wieder im vertrauten Schienennetz bewegen. Dreieinhalb Monate Umleitungsbetrieb wegen der U-Strab-Baustellen Mendelssohnplatz und Durlacher Tor sind vorerst Geschichte.

Die Gleisbrücken über der Baugrube für den Autotunnel liegen. Die östliche der drei Nord-Süd-Schienenachsen der City – die Trasse vom Kronenplatz durch die Fritz-Erler-Straße und die Rüppurrer Straße zum Bahnhofplatz – ist am Mendelssohnplatz wieder geflickt.

In der Nacht zum Samstag schweißen die Arbeiter noch auf der Südseite der Kreuzung die Schienen ans Festnetz der VBK, bestätigt Achim Winkel, Pressesprecher der Kombi-Bauherrin Kasig. Bis auf kurze Unterbrechungen können die Karlsruher nun bis Ende 2020 auf den zwei Nord-Süd-Schienen fahren, über den Mendelssohnplatz oder die westliche Route durch die Karlstraße.

Danach wird das Karlstor zur Baustelle für den Autotunnel. Ist dann die U-Strab noch nicht in Betrieb und damit auch nicht ihr Südabzweig unter dem Ettlinger Tor, dann könnte auch noch das Karlstor eine provisorische Brücke für den Straßenbahnverkehr bekommen.

Doch das ist Kombi-Zukunftsmusik. Jetzt freuen sich erst mal auch die VBK, dass die „lange Bauzeit mit vier Phasen“ in diesem schier ewigen Sommer 2018 vorbei ist. „In der Nacht von Freitag, 9. November, auf Samstag, 10. November, endet die Sperrung der Bahnstrecke zwischen dem Kronenplatz und Rüppurrer Tor“, versichert VBK-Pressesprecher Nicolas Lutterbach.

Ab 1.15 Uhr verkehrten die Trambahnen der Linien 2 und 5 sowie die Stadtbahnen der Linien S1/S11, S4, S5, S51/S52, S7 und S8 auf ihren regulären Schienenwegen.