Berliner Bär
DER SYMBOLBÄR steht wieder aufrecht am Durlacher Tor. Sieben Jahre war die Wegmarke „700 KM“ bis Berlin wegen des U-Strab-Baus eingemottet. | Foto: Winkel

Bär steht am Durlacher Tor

Er ist wieder da

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Sieben Jahre war er weg. Jetzt brummt um ihn herum am Durlacher Tor wieder der Verkehr. Eigentlich sollte der Symbolstein mit dem Relief des weltberühmten Petzen und des Fächerstadtmottos „Fidelitas“ sowie der „700 KM“-Distanz zur Weltstadt erst Mitte September zurückkehren (die BNN berichten).

Schneller als geplant

Doch dann lief es am Durlacher Tors nach dem Einbau der U-Strab doch etwas schneller. Und die Fläche neben den Gleisen in der Durlacher Allee, auf welcher es bald um den Bärenstein grünen soll, wurde frei für den Gedenkstein aus den Zeiten der Teilung Berlins.

Doppelbär

Mit der aufgehenden Sonne bezog der aufrechte Bär seine Symbolposition. Wer am Durlacher Tor nach Osten fährt, kann ihn links neben dem Straßenbahngleis kaum übersehen. Doch der Doppelbär bietet auch dem stadteinwärts Rollenden sein Konterfei.

Moos auf den Tatzen

Allerdings fehlt dem 44 Jahre alte Steinbär noch die Topform. Sein Pelz aus rotem Hohenwettersbacher Sandstein ist ergraut, seine vierzehigen Tatzen sind bemoost. Erst an Ort und Stelle gegenüber von St. Bernhard werde Karlsruhes Bärenmarke bald restauriert, versichert die Kasig, die Gesellschaft für den Kombi-Stadtumbau. Übrigens ist der 1,55 Meter hohe, 1,25 Meter breite sowie 60 Zentimeter dicke Stein der Nachfolger des Karlsruher Ur-Bären.

Für Unteilbares

Nach dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 kam die Idee für Steine auf, die an ein unteilbares Deutschland erinnern. Die Bundesregierung nahm sich der Sache an. Mehr als 300 solche Berliner Bären standen über den Globus verstreut an den Straßen. Karlsruhe stellte seinen Steinbären am 17. Juni 1961 auf, also 57 Tage vor dem Mauerbau.

Arzt rammte Bären

Doch nach zwölf Jahren war der Stein kaputt. Ein Karlsruher Arzt nahm ihn auf die Kühlerhaube, und Bauarbeiter stießen ihn vom Sockel.