Jung oder alt? Älter werden ist so eine Sache. | Foto: dpa

Aufgefallen

Woran wir erkennen, dass wir älter werden

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Das Verflixte am Alter ist, dass es so allmählich kommt. Doch es gibt untrügliche Hinweise darauf, dass wir nicht mehr so jung sind, wie wir glauben. Einige davon haben wir hier zusammengestellt – ohne Gewähr.

Älter werden auch relativ junge Leute….

Die Pickelsalbe hat ausgedient, Feuchtigkeitspflege ist angesagt. Plötzlich will keiner mehr den Personalausweis zum Nachweis unserer Volljährigkeit sehen.

Wir liebäugeln damit, uns im hippen Berlin selbstständig zu machen, kehren dann aber doch nach Karlsruhe zurück, weil es „vernünftiger“ ist. Wir machen uns Gedanken, ob es nicht Zeit wird für Kinder. Wenn man uns nach den angesagtesten Clubs der Stadt fragt, müssen wir passen – aber das Programm des Staatstheaters haben wir immer zur Hand.

Älter werden in mittleren Jahren

Verbesserungsvorschlägen junger Kollegen begegnen wir mit dem Totschlag-Argument: „Das haben wir schon immer so gemacht“. Ob wir an die Nordsee fahren oder in die Alpen: Wenn wir uns mit Einheimischen unterhalten, preisen wir die landschaftlichen und kulturellen Vorzüge Badens. Um unsere Fitness zu steigern, trainieren wir für den Marathon. Unser Sohn wünscht sich zum Geburtstag einen Rasierapparat.

Mit Sorge registrieren wir, dass unsere Eltern nicht mehr die Jüngsten sind. Wir kaufen ein Buch über die Geschichte der Region. Wir überlegen, ob wir die Firma wechseln – es könnte die letzte Karriere-Chance sein. Wir stellen ein Bügelbrett ins Zimmer unseres Jüngsten, der fürs Studium weggezogen ist.

Endlich könnten wir uns den Trekking-Urlaub im Himalaya leisten, von dem wir immer geträumt haben – aber wir fliegen doch lieber nach Teneriffa. Wir schimpfen über Jugendliche, die nicht „Guten Tag“ sagen. Wir zählen die Tage bis zum Ruhestand. Der Verbrauch von Nachtcreme für die reife Haut steigt exponentiell.

Älter werden im Rentenalter

Termine mit Freunden planen wir vier Wochen im Voraus, weil Rentner immer im Stress sind. Vor unseren Kindern versuchen wir zu verbergen, dass wir allmählich vergesslich werden. Wir überlegen ernsthaft, ob wir die Fertigstellung der Kombi-Lösung noch erleben werden.

Die Kinder schenken uns eine Jahreskarte für den Zoo, damit wir mit den Enkeln die Eisbären anschauen können. In der Stadtbahn macht eine schwangere Frau den Platz für uns frei. Wir stellen fest, dass Vergesslichkeit eine prima Strategie ist, wenn man sich vor unangenehmen Aufgaben drücken will.

Das Alter spielt keine Rolle mehr.

 

Hier gibt es noch ein „Aufgefallen“: